Erdbeben, Tsunami Gefahr

Erdbeben, Tsunami Gefahr Mallorca, Spanien. Flutkatastrophe im Mittelmeerraum durch Seebeben und aktive Vulkane vor Afrika

Erdbeben, Tsunami Gefahr
Erdbeben, Tsunami Gefahr. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 02.04.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.

Die Flutkatastrophe in Südostasien zeigt, wie schnell sich ein freundliches Urlaubsaradies in ein mörderisches Chaos verwandeln kann. Ein solches Szenario wäre auch am Mittelmeer möglich. Mächtige Flutwellen, wie die vom Tsunami (japanisch für Hafenwelle), entstehen durch Erdbeben oder Seebeben oder durch den Abbruch großer Landmassen. Eine solche Welle kann auch an einen See entstehen. Nicht jedes Beben löst ein Tsunami aus. Liegt das Seebeben mit seinem Epizentrum nahe der Erdoberfläche und beträgt die Stärke mindestens sechs auf der Richterskala, dann muss mit einem Tsunami gerechnet werden. Schwache Beben sind in der Regel nicht außergewöhnlich. Auch in Deutschland finden solche Beben statt, ohne dass wir sie wahrnehmen. Die Wahrscheinlichkeit für ein starkes Beben über 4.5 der Richterskala ist dagegen sehr selten. Allerdings muss mit einem solchen Beben etwa alle 400 bis 500 Jahre gerechnet werden.

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Tsunamis, See- und Erdbeben am Mittelmeer - Durch die Plattentektonik (Kontinentaldrift) wird die ozeanische Mittelmeerkruste unter bzw. über die Afrikanische und Eurasische Platte geschoben. Das Drücken und Verhaken führt zu aktiven Vulkanismus und Erdbeben bzw. Seebeben. Die Kinematik der Platten ist belegt und allgemein akzeptiert.

Mittelmeervulkane - Geologen entdeckten zwischen Sizilien und Neapel einen riesigen Vulkan unter der Wasseroberfläche. Die gewaltige Größe des Vulkans und die Gesteinsmassen am Kraterrand könnten zu einer gewaltigen Flutwelle führen. U.a. berichtete eine wissenschaftliche Publikation der Geowissenschaften "Geophysical Research Letters", dass der aktive Vulkan "Cumbre Vieja" auf der Kanaren-Insel La Palma einen gewaltigen Hangrutsch auslösen könnte. Die Folge könnte ein 50-Meter-Tsunami sein.

Erdbebengefahr in Spanien - Durch die Plattentektonik ist Südspanien stärker gefährdet als Nordspanien. Das letzte Erdbeben fand mit einer Stärke von mehr als 5,3 auf der Richterskala im Südosten Spaniens statt. Nicht die Stärke war für die Wucht entscheidend, sondern die Tatsache, dass sich das Beben nah an der Erdoberfläche zutrug. Das Epizentrum lag laut "Nationalen Geografie-Instituts" in der Nähe der Stadt Lorca, Region Murcia. Hier waren auch die meisten Schäden und Tode zu verzeichnen. Durch die Bewegungen zwischen der afrikanischen und eurasischen Erdplatte können weitere Beben nicht ausgeschlossen werden. Die relative Gefahr besteht für den gesamten Mittelmeerraum - Griechenland, Süden Italien und Türkei.

Tsunamis auf Mallorca - Seebeben im Mittelmeer oder Erdbeben in Nordafrika können gefährliche Tsunumiwellen verursachen. Die Gefahr ist real. So hatte im Mai 2003 ein Seebeben bei Algerien eine 1 - 2 Meter hohe Tsunamiwelle erzeugt und den Hafen von Palma auf Mallorca überspült. Der Tsunami hatte eine Geschwindigkeit von 300 km/h und erreichte nach dem Beben die Balearenhauptstadt nach nur 54 Minuten. Das Risiko für einen Tsunami ist auf den Balearen am höchsten, gefolgt von der Stadt Cádiz in Andalusien. Durch die dichte Bebauung an der Küste können Tsunamiwellen einen vergleichsweise hohen Schaden anrichten. Tsunami-Warnsysteme können aufgrund der relativ kurzen Warnzeit nur begrenzt helfen. Das einzige was wirklich hilft, ist sich auf einen Hügel oder Berg in Sicherheit zu bringen, sobald sich das Meer zurückzieht.

 
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