Olivenbaum aus Spanien

Olivenbaum in Spanien. Unterschied zwischen rohe und reife Oliven, Farbe von Grün zu Schwarz. Herkunft, Blätter und Ausbreitung

Olivenbaum aus Spanien
Olivenbaum aus Spanien. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 13.06.2015, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.

Stichpunkte & Wissenswertes - Die Farbe der Olive ist kein Merkmal verschiedener Olivensorten sondern der Lese- und Reifezeit. Oliven sind zuerst immer grün bevor sie sich von violett zu schwarz färben. Die Farbe der Olive wird folglich durch ihre Reife bestimmt. Schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne Oliven. Um eine längere Reifezeit vorzutäuschen werden Oliven mit Eisengluconat schwarz gefärbt. Besser vom Geschmack sind jedoch voll ausgereifte Oliven. Voll ausgereifte Oliven enthalten zudem einen höheren Anteil an gefäßschützenden und hautverjüngenden Phytosterinen und Polyphenolen. Olivenöl dient der Gesundheit, stärkt das Immunsystem, senkt den Cholesterinspiegel und wirkt Entzündungshemmend. Roh ist die Olive nicht genießbar. Erst mit dem Einlegen verliert sie ihre Bitterstoffe. Mit 7 Jahren bringt ein Olivenbaum seinen ersten Ertrag. Mit 10 Jahren erhält der Olivenbauer eine rentable Ernte und im 20-ten Jahr beträgt der Ertrag eines Olivenbaums etwa 80 Kilo Oliven. Gepflügt wird mit Netzen oder mit einem Kamm (Rechen). Die letztere Methode ist vorzuziehen, da damit wesentlich weniger faule Oliven geerntet werden.

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'Rohe' Oliven - Oliven können nicht wie Äpfel direkt vom Baum gegessen werden Erst ein mehrere Tage dauerndes Bad in einer mehrmals zu wechselnden Natronlauge-Lösung* (* Natronlauge ist ätzend) entzieht der Olive ihre Bitterstoffe. Danach werden die Oliven mit Wasser abgespült und in eine Salzlösung (Salzlake) gelegt. In Öl eingelegt, können Oliven mit Zutaten wie Knoblauch, Thymian, Fenchel, Essig, Kräuter oder Zitronen geschmacklich verfeinert werden. Die Oliven müssen dann wenigstens eine Woche ziehen. Wenn die Salzlösung immer wieder nachgefüllt wird, halten sich diese über mehrere Monate.

Olivenbaum aus Spanien
Mit Öl, Mandel und Kräuter eingelegte Oliven.
Olivenbaum aus Spanien. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Echter Olivenbaum - Der Olea europaea ist eine der ältesten Kulturpflanzen des Menschen. Im Mittelmeerraum existieren über 1.000 Olivenbaumsorten. Viele wachsen nur in bestimmten Gegenden. Dementsprechend hoch ist die Vielfalt an Olivenöle die sich geschmacklich unterscheiden. Olivenbäume können über 150 Jahre alt werden - einige sogar bis über 2000 Jahre.

Olivenbaum aus Spanien
Jeder Olivenbaum ist einzigartig.
Olivenbaum aus Spanien. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Herkunft der Olivenbäume - Oliven kommen aus dem Mittelmeerraum. Die größte Anbaufläche besitzt Spanien. Es folgen die Länder Italien und Griechenland. Ursprünglich stammen unsere Olivenbäume wahrscheinlich aus Asien oder dem Orient. Genaueres weiß man jedoch nicht.

Olivenproduzent - Spanien ist der größte Olivenproduzent der Welt. Das Land verfügt über ca. 200 Olivensorten. Grob lassen sich Oliven in Sorten für die Ölproduktion und Tischoliven unterscheiden.

Qualität und Quantität - Gutes Olivenöl hat seinen Preis. Teures Olivenöl ist aber nicht immer gut. Die Qualitätsunterschiede sind groß. Wenn Sie wirklich gutes Olivenöl kaufen wollen, sollten Sie auf die Bezeichnung "natives Olivenöl extra" achten. Es bezeichnet die höchste Qualitätsstufe.  Geschmack und chemische Analyse des Öls weisen keine Mängel auf.

Olivenblätter im Winter - Olivenblätter sind schmal, dunkelgrün, fest und glatt. Die Unterseite hell bis silbrig und immergrün. Im Winter werden in der Regel einige Blätter vermehrt gelblich. Einige fallen auch ab. Eigentlich ein normaler Vorgang. Man sollte achtgeben den Olivenbaum die richtige Menge Wasser zu geben. Der Olivenbaum sollte im Winter in das Treppenhaus gestellt werden. In einer geschützten Lage kann er gut verpackt auch auf dem Balkon überleben. Die Idealtemperatur für den Olivenbaum liegt bei 15 bis 20°C. Er benötigt je nach Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Boden eine Niederschlagsmenge von etwa 400 bis 700 mm.

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Ausbreitung - Die Verbreitung der Olivenbäume findet durch Vögel statt. Im Anbau werden Stecklinge verwendet. Dadurch entstehen genetisch identische Kulturen. Dies verfügen über alle Vorteile aber auch die Nachteile des ursprünglichen Olivenbaumes.

Brände - Tückisch sind brennende Olivenbäume. Bei Feuer glimmen die weitauslaufenden Wurzeln unterirdisch, bis der Baumstamm sichtbar Feuer fängt, eventuell explodiert und Nachbarbäume in Brand steckt.

Olivenbaum als Friedenssymbol - Bekannt ist der Ölzweig mit der Taube. Weitere Bibelstellen in dem der Ölbaum Erwähnung findet sind: Zitat aus dem Buch der Richter, 9, 8-9 (Bibel) oder Römerbrief, 11, 17-18 (Bibel). Auch der Koran kennt den Ölbaum: Al-Qur'an Al-Karim, Sure 24:35 "Das Licht" (Koran) oder Al-Qur'an Al-Karim, Sure 80:26-29 "Er runzelte die Stirn" (Koran). In Griechenland galt der Olivenbaum während der Antike als heilig. Das Fällen eines Olivenbaums war verboten. Im Homer: Odyssee, 23. Gesang, 190-201 wird der "weitumschattende Ölbaum" ebenfalls erwähnt. Ein Olivenzweig ziert als Friedenszeichen die Flagge der UNO.

 
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