Spanien Landesführer Reiseplanung und Sicherheit

Sicherheits- und Gesundheitshinweise. Informationen und Tipps zum Aufenthalt, zur Anreise, zur Reisezeit oder zu Beispielpreise. Hinweise zu Botschaften, Polizei (...)

Typisch Andalusien, Spanien
Typisch Andalusien, Spanien.
© Hans Diego Rose

Reisewarnungen und Sicherheitshinweise

Taschendiebstahl und Kleinkriminalität - Überall wo sich Touristen aufhalten ist mit Taschendieben zu rechnen. Vorsicht in den Verkehrsmitteln wie Metro, Bahn, Bus sowie deren Stationen bzw. Haltestellen. Einbrüche in Hotelzimmer, Ferienwohnungen oder -häuser sind möglich. Nehmen Sie so wenig wie nötig an Bargeld und Wertgegenstände mit. Nutzen Sie lieber die Kreditkarte oder EC-Karte um an den Banken Geld (Vorsicht Bankgebühren) abzuheben. Achten Sie dabei auf Ihre Pin.

Überfall an der Autobahn - Überfälle entlang der spanischen Autobahnen, insbesondere auf der A7 zwischen La Jonquera und Barcelona, sind vor allem während der Urlaubszeit keine Seltenheit. Dazu wird das Opfer von einem oder zwei Fahrzeugen, mit Gestik, Hupen, werfen von Gegenständen auf die Fahrbahn, auf einen vermeintlichen Defekt (Schaden) am Fahrzeug hingewiesen. Teilweise besitzen die Fahrzeuge ein deutsches oder ein anderes ausländisches Kennzeichen. Es sind auch deutsche (internationale) Diebesbanden unterwegs. Die angebotene "Hilfeleistung" dient dann immer der Ablenkung, die den Raub verdecken soll. Halten Sie nicht auf den Seitenstreifen an, sondern fahren Sie bis zur nächsten belebten Tankstelle oder Raststätte und rufen Sie die Notrufnummer 112 um den Vorfall zu schildern. Schließen Sie beim Halt und beim Verlassen Ihres Autos immer die Wagentüren ab und verstecken Sie zuvor Ihre Wertgegenstände. Achten Sie darauf, dass der gerufene Abschleppwagen das Logo von "Autopistas" oder auch wirklich der von Ihnen gerufene Pannendienst ist.

Naturkatastrophen - Im Hochsommer und in Südspanien besteht die Gefahr von Busch- und Waldbränden. Im Herbst und Winter vor allem an der Nordküste die Gefahr von Sturm und wolkenbruchartigen Regenfällen. In Südspanien laufen bei den wolkenbruchartigen Regenfällen die ausgetrockneten Flussbette (Ramblas) voll. Autos die in den Ramblas geparkt wurden werden in den reißenden Flüssen in Richtung Meer gespült. Es besteht zudem die Gefahr von Überschwemmungen.

Terrorismus - Seit 2009 gab es durch die ETA keine Anschläge mehr. 2011 verkündete die ETA eine endgültige Beendigung ihrer bewaffneten Aktionen. Terroranschläge, wie durch islamistisch motivierte Terrorgruppen, können auch in Spanien nicht ausgeschlossen werden.



Landesführer Spanien

Anreise - Mit dem Flugzeug sind die großen Städte wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Málaga in zwei bis drei Stunden erreichbar. Alternativ kann mit Auto, Bus oder Bahn angereist werden.

Apotheken - Apotheken sind am grünen Kreuz erkennbar. Neben den normalen Öffnungszeiten existiert ein Notdienst. Die Apotheken sind an die Rezeptpflicht gebunden. Die Liste der verschreibungspflichtigen Medikamente ist in Spanien kürzer als in Deutschland. Die Zahl der rezeptfreien Medikamente hat jedoch in den letzten Jahren abgenommen.

Ärztliche Versorgung - Sie benötigen die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. eine Ersatzbescheinigung. Beides erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. Ratsam ist der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung. Die bei einem Arztbesuch entstehenden Kosten werden auch gegen Vorlage einer Quittung von der Krankenkasse nicht immer voll übernommen.

Demokratie - Spanien wurde nach dem Tod des Diktators Francisco Franco (1975) eine parlamentarische Demokratie mit einem König als Repräsentant. Die Demokratie ist weitgehend gefestigt. Die Wahl im Jahr 2015 beendete die alte Parteienordnung. Eigentliche Wahlsieger wurden die linken Parteien Podemos und Ciudadanos.

Einreise und Aufenthalt - Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten ist für Deutsche, Österreicher oder Schweizer der gültige Personalausweis, der Reisepass oder die Identitätskarte ausreichend.

Elektrizität - Die Netzspannung beträgt in Spanien 220 Volt Wechselstrom. Adapter werden selten benötigt und sind in Elektrogeschäften erhältlich.

Essen & Trinken - Die Mahlzeiten in Spanien verlangen eine gewisse Umstellung. Jede Region verfügt über ihre eigenen Spezialitäten. Wer nur das ‚Nationalgericht‘ die Paella kennt wird überrascht sein. Gegessen wird in der Regel später als in Deutschland. Das Abendessen z.B. ab 20.00 / 21.00 Uhr. Zwischen den Mahlzeiten werden gerne Tapas (Appetithäppchen) gegessen. Typisch ist die mediterrane Küche mit Olivenöl, Oliven, frisches Gemüse und Knoblauch.

Impfungen - Vorgeschriebene oder empfohlene Impfungen - abgesehen von den Standardimpfungen, die für alle Personen empfohlen werden - keine.

Sicherheit - Die Terrororganisation ETA hat ihren bewaffneten Kampf für beendet erklärt. Die Sicherheitsbehörden sind gegenüber IS-Sympathisanten wachsam. Das Risiko für einen Anschlag und Entführung oder Raubüberfall ist in Spanien nicht höher als in Deutschland.

Separatismus - Kataloniens Forderungen nach Unabhängigkeit von Madrid wachsen. Weitere Autonome Gemeinschaften folgen dem Beispiel der Katalanen und schwächen Spanien als Nationalstaat.

Soziales - Die Armut und Arbeitslosigkeit wächst vor allem unter den Jugendlichen. Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich infolge der Wirtschaftskrise weiter geöffnet.

Wirtschaft - Spanien hat mit den Nachwirkungen der Immobilienblase und der Wirtschafts- bzw. Schuldenkrise zu kämpfen. Langsam erholen sich der spanische Arbeitsmarkt und die Wirtschaft von der Finanzkrise.

Notrufnummer - 112 für Rettungswagen, Polizei und Feuerwehr. Die 061 ist für den ärztlichen Notdienst zumeist durch die 112 ersetzt worden.

Nahverkehr - Das öffentliche Verkehrsnetz besteht aus Bahn, Bus, Metro und ist auch in den ländlichen Regionen gut ausgebaut.

Religion - Etwa 65 % der Bevölkerung Spaniens gehören dem römisch-katholischen Glauben an. Vor wenigen Jahren waren es noch 95%.

Sprache - In Spanien wird die Sprache Spanisch (Castellano) gesprochen. In Katalonien oder dem Baskenland wird viel Wert auf die eigene Regionalsprache gelegt. Englisch wird häufig verstanden. Deutsch seltener. Je touristischer ein Ort, desto eher werden Fremdsprachen gesprochen.

Telefon - Von Deutschland nach Spanien: 0034 + 9 + Ortsvorwahl + Teilnehmernummer. Von Spanien nach Deutschland: 0049 + Ortskennziffer ohne 0 + Teilnehmernummer. Im Land telefonieren lässt es sich u.a. von öffentlichen Fernsprechern / Telefonzellen mit einer Telefonkarte (tarjetas telefónicas). Diese sind in Tabakgeschäften (estancos) oder am Kiosk erhältlich. Die Mehrzahl der Telefonate wird in Spanien weiterhin über das Festnetztelefon geführt. Telefonieren und Surfen mit dem Handy sind in Spanien kein Problem. Durch das Roaming fallen für deutsche Vertrags- und Prepaid-Kunden weitere Kosten an.

Taxis - In Spanien sind Taxis günstiger als in Deutschland. Wie in anderen Ländern fahren Taxifahrer mit unkundigen Gästen gerne Karussell. Achten Sie auf den im Taxi angegebenen Stadt oder Landtarif.

Trinkgeld - Das Trinkgeld wird im Restaurant üblicherweise der Rechnung beigefügt. Sie können diesen Betrag aufrunden oder etwa 10% hinzufügen. Trinkgeld kann auch im Hotel, im Taxi (...) gegeben werden.

Typisch für Spanien - Paella, Fallas in Valencia, Dalí, Modernisme, Miró, Cava, Federico García Lorca, Picasso, Stierkampf, Semana Santa & Feria de Abril in Sevilla, La Romería del Rocío, El Greco, Rastro, Goya, Guernica, Teresa von Ávila, San Fermín, Jakobsweg Santiago de Compostela.

Währung & Geld - Der Euro ist in Spanien seit 2002 offizielle Währung. Banken mit Geldautomaten (24 h) finden sich in allen größeren und in vielen kleineren Städten. Banken sind zumeist 9 / 10 Uhr bis 13 / 14 Uhr geöffnet.

Wetter - Der Süden ist im Sommer sehr heiß und im Winter feucht und kühl. Der Norden im Sommer angenehm und im Winter feucht und kalt. Die Zentralebene im Sommer sehr heiß und im Winter sehr kalt. Schneefall ist in der Zentralebene, in den Pyrenäen, der Sierra Nevada (...) möglich.

Zeitumstellung - Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit. Auf den Kanarischen Inseln Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde. Auch in Spanien wird zwischen Sommer- und Winterzeit gewechselt.

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