Straße von Gibraltar EU-Außengrenze westliches Mittelmeer

Marokko liegt hier nur 14 Kilometer von Spanien entfernt. An Tagen mit guter Fernsicht kann von Tarifa ohne Probleme die nordwestafrikanische Küste erblickt werden

Straße von Gibraltar bei Tarifa
Straße von Gibraltar bei Tarifa.
© Hans Diego Rose

Straße von Gibraltar

Tarifa ist eine Hafenstadt im Süden der spanischen Halbinsel. Von der Festung Castillo de Guzman el Bueno in Tarifa bietet sich ein malerischer Blick auf die Straße von Gibraltar. Nach Marokko sind es nur 14 Kilometer. Zahlreiche illegale Migranten versuchen über die Meerenge die Ausreise nach Europa. Die Überfahrt ist wegen der unberechenbaren Strömungen gefährlich. Nicht alle die in Seenot geraten können gerettet werden.



Zaun der spanischen Exklave Melilla

Die Fahrt über das westliche Mittelmeer ist gefährlich. Daher versuchen viele Migranten ihr Glück über den Zaun der spanischen Exklave Melilla. Die hier postierten spanischen und marokkanischen Sicherheitskräfte versuchen aber auch hier die illegalen Migranten von der Ausreise in die EU abzuhalten.

Marokko und die Flüchtlingskrise

Dennoch konnten Migranten schon öfters die Grenzanlagen in Melilla oder die Meeresenge überwinden. Sehen die marokkanischen Sicherheitskräfte weg, wird es für Spanien schwierig die Grenze dicht zu halten.

Zusammenarbeit mit Marokko

Um die EU-Außengrenze erfolgreich zu schützen, muss die Zusammenarbeit mit Marokko verbessert werden. Europa bezahlt für dieses Ziel einen hohen Preis. Die Abhängigkeit von Marokko zeigte sich zuletzt am 14. August 2014. Etwa 1.200 Migranten erreichten an diesem Tag innerhalb von 36 Stunden den Hafen von Tarifa. Stellt sich zunehmend die Frage, inwiefern ist die EU durch Marokko erpressbar?

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