Arbeit, Bewerbung mit Lebenslauf

Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf in Spanien. Chancen durch Mailbewerbungen. Arbeitszeugnis mit korrekter Zeugnissprache

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Arbeit, Bewerbung mit Lebenslauf. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 29.01.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Viele Arbeitgeber in Spanien interessieren sich für geeignete Bewerber aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich. Allerdings suchen Unternehmen nur die Besten. Über die Arbeits- und Einkommensbedingungen sollte man sich daher schon im Voraus informiert haben. Wie man einen potenziellen Arbeitgeber in Spanien erreicht und sich dann richtig bewirbt ist jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich. Musterbewerbungen helfen weiter, sollten aber individuell angepasst werden. Praktisch alle Unternehmen erwarten von Ihren Bewerbern sehr gute Sprachkenntnisse in Englisch, Spanisch und Deutsch. Erkundigen Sie zudem, ob das Unternehmen Ihre Bewerbung über ein Bewerbungsformular im Internet, per Mail oder per Post wünscht.

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Richtige Bewerbung - Testen Sie die personalisierte Initiativbewerbung. Schicken Sie Ihr Bewerbungsschreiben (Carta de presentación) und einem Lebenslauf (Curriculum Vitae, CV) an die Unternehmen die für Sie in Frage kommen. Wichtig ist die personalisierte Anrede und der direkte Bezug zum gewünschten Arbeitsplatz. Vor einer Bewerbung sind zu klären:

  • Sind meine Bewerbungsunterlagen korrekt?
    - Lebenslauf aktuell
    - Blätter ohne Flecken und Knicke
    - Gutes und aktuelles Bewerbungsfoto
    - Zeugnisse gerade und sauber eingescannt.
     
  • Gehaltsanalyse, was kann ich verlangen?
    Was können Sie in Spanien verdienen. Die Gehälter variieren in den Regionen Spaniens. In Katalonien werden Sie für die gleiche Tätigkeit häufig mehr verdienen als in Südspanien. Informationen dazu bekommen Sie auf der Internetseite: www.ine.es
     
  • Outfitcheck, was tragen meine Kollegen in Spanien?
    Kleidung und Farben beeinflussen Ihr Auftreten und Ihren Gesprächspartner. Checken Sie was Ihre Arbeitskollegen in Spanien tragen und orientieren Sie sich daran.
     
  • Neigungen und Fähigkeiten?
    Ist der Job in der Provinz etwas für Sie oder möchten Sie lieber nach Madrid - oder benötigen Sie das Meer. Liegt Ihnen die Arbeit in einem Supermarkt mehr als in einem Einzelhandelsgeschäft? Und, ist Ihr(e) Lebenspartner(in) mit Ihrer Entscheidung auch glücklich?

  • Arbeitsrecht in Spanien?
    Was wenn Ihr Arbeitgeber Sie nach 3 Wochen kündigt. Welche Rechte besitzen Sie in Spanien. An welche Arbeitsgerichte oder an welche Gewerkschaften können Sie sich wenden?
     
  • Spanischkenntnisse?
    Mit Deutsch und Englisch alleine werden Sie es in Spanien kaum schaffen. Lernen Sie Spanisch! Schummeln Sie bei Ihren Spanischkenntnisse nicht. Wenn Sie 'nur' über Schulkenntnisse verfügen sollten Sie dies auch so angeben.
     
  • Sind Ihre Arbeitspapiere korrekt übersetzt?
    Eine Übersetzung sollte einem professionellen Übersetzer überlassen werden, der sich mit Bewerbungen in Spanien auskennt.

Bewerbungsschreiben (Carta de presentación) - Das Anschreiben sowie Ihr Lebenslauf sollte in einem korrekten Spanisch erfolgen. Sie ist Ihre Visitenkarte und der erste Eindruck. Beides sollte per Computer auf eine DIN-A4-Seite gedruckt werden und eine Seite umfassen. Nur auf Wunsch sollte das Anschreiben per Hand geschrieben werden.

Lebenlauf (CV) - Über die Struktur des Lebenslaufs existieren keine einheitlichen Regeln. Es sind: Maximal 2 Seiten. Computer geschrieben im Format DIN-A4. Gut strukturiert sowie klar und präzise formuliert. Einfacher Satzbau. Abkürzungen meiden. Ein Foto ist nicht zwingend aber üblich. Zeugnisse und Urkunden werden in der Regel einer Bewerbung nicht beigefügt. Falls doch sollten Sie nur Kopien senden. Dokumente und Urkunden werden in Spanien beim Vorstellungsgespräch vorgelegt.

Was die CV beinhalten sollte

  • Persönliche Angaben:
    Name, Staatsangehörigkeit, vollständige Adresse, Telefonnummer
    (mit Auslandsvorwahl) Email etc...
     
  • Ausbildung:
    Schule, Studium oder Ausbildung sowie ergänzende Ausbildungen. Wenn von Vorteil auch Sprach- und EDV Kenntnisse angeben. In der Regel reicht es wenn Sie sich auf den höchsten erreichten Abschluss mit Angaben: Ort / Name / Dauer sowie dem Datum der Prüfung, Schule oder Ausbildungsort beschränken.
     
  • Berufserfahrung:
    In der Regel umgekehrt chronologisch (das Aktuelle zuerst) oder nach Berufsfeldern gliedern. In jedem Fall sollte der Namen der Firma, ausgeübter Beruf und ausgeübte Tätigkeiten angeben werden. 'Freie Tätigkeit' also Freelancer-Jobs sollten getrennt angegeben werden. Sie polieren die Vita etwas auf.

  • Sonstige Angaben: (kann aber muss nicht)
    Führerscheinbesitz, Reisebereitschaft etc. werden eigentlich erwartet und wird Sie kaum aus der Masse der Bewerber hervorheben. Geben Sie Punkte an die Sie wirklich hervorheben.
     
  • Referenzen, Arbeitszeugnisse: (eher unüblich)
    Eine Fotokopie über die positive Bewertung Ihres letzen Arbeitgebers kann auch nicht schaden. "Am Kopierer war er äußerst geschickt" Formulierungen sind allerdings nicht hilfreich und sollten natürlich nicht verwendet werden. S.u. Arbeitszeugnis und Zeugnissprache

Musterlebensläufe und Formulierungstipps - Jeder Bewerber kann seinen eigenen Stil bevorzugen. Die meisten staatlichen Arbeitsämter bieten im Internet Musterlebensläufe und Musteranschreiben in der Sprache Spanisch kostenlos zum download an. Machen Sie aber nicht den Fehler einfach einen Musterbrief zu verwenden. Diese Briefe werden bei einer Bewerbung nicht gut aufgenommen und erfahrungsgemäß schnell aussondiert.

Schönfärberei und Unwahrheiten - Die Unwahrheit zu sagen ist bis zu einem gewissen Grad erlaubt. Lügen und Lücken in der Vita dagegen nicht. Personalverantwortliche nehmen den Lebenslauf und die Arbeitszeugnisse von Bewerbern vor allem in großen Unternehmen und bei der Besetzung einer wichtigen Position genau unter die Lupe. Unwahrheiten im Lebenslauf kann Ihre Karriere beenden und ist in einer Bewerbung ein sicheres k.o-Kriterium. Das Fälschen von Zeugnissen ist auch in Spanien Urkundenfälschung und strafbar. Wenn Sie angeben das Spanische perfekt zu beherrschen, werden Sie beim Vorstellungsgespräch Schiffbruch erleiden.

Arbeitszeugnis und Zeugnissprache - Wichtig ist eine korrekte Übersetzung der Dokumente. Am besten sollte die Übersetzung mit einem in der deutsch / spanischen Zeugnissprache erfahrenen Übersetzers erfolgen. Das Arbeitszeugnis ist in Spanien zwar nicht so wichtig wie in Deutschland, wo rund 80% aller Personalchefs dieses als Visitenkarte ansehen, ganz darauf verzichten sollte man aber auch nicht. Die Zeugnissprache drückt sich in einer Zufriedenheitsskala in der Note 1 bis zur Note 6 aus.

  1. ... stets zu unserer vollsten Zufriedenheit ...
  2. ... stets zu unserer vollen Zufriedenheit ...
  3. ... zu unserer vollen Zufriedenheit ...
  4. ... zu unserer Zufriedenheit ...
  5. ... im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit
  6. ... hat sich bemüht, die Arbeiten zu unserer Zufriedenheit zu erledigen
  7. ...

Der Übersetzer sollte also nicht nur die Zeugnissprache in ein korrektes Spanisch übersetzen sondern auch die Tätigkeitsbeschreibungen möglichst genau wiedergeben. Auch das Sozialverhalten gegenüber Vorgesetzten (Chef) und gegenüber Kollegen sollte positiv erwähnt werden. Am besten, in dem der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter gute Wünsche und sein Bedauern über seinen Weggang (Verlust) äußert. Der Hinweis und die Zusicherung, den Mitarbeiter jederzeit wieder einzustellen ist ein weiterer Pluspunkt.

 
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