Reisejournalismus

Reisejournalismus und Tourismusbranche. Tourismusunternehmen im Wandel veränderter Onlinewelt. Reiseberichte statt Werbung

Reisejournalismus
Reisejournalismus. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 29.04.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Reisejournalist, Graswurzel-Journalist, User Generated Content und jetzt der Reisebloger. Verpackungen für einen fast identischen Inhalt. Denn vieles was geschrieben wird, dient nicht der Reiseinformation, sondern der PR-Abteilung als Verkaufsargument. Was für den Reisejournalisten gilt, gilt auch für die Schreibe des Reisenden oder Bloggers Die Reiseindustrie ist nur wenig am Kommentar eines Reisenden interessiert. Sie sucht in der Regel 'nur' Inhalte um kostenfrei Werbeflächen auf Reisewebseiten mit Informationen zu füllen.

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Arbeit eines Reisejournalisten - Der typische Reisejournalist arbeitet in seinem kleinen Büro und besitzt eine gute Portion naiven Idealismus. Seine Leistungen werden von seinen Kunden zwar gerne wahrgenommen - am liebsten aber gratis. Da dies natürlich nicht gehen kann, sieht die Arbeit eines Reisejournalisten zumeist wie folgt aus. Der berufliche Alltag und das Budget lässt für Kreativität nur wenig Platz. Vieles soll zudem gar nicht der Reiseinformation sondern der PR-Abteilung als Verkaufsargument dienen. Der erste Entwurf wird vor der Reise entworfen um diesen in der Ferne ergänzen zu können. Je nach Bericht reichen 100 - 200 Zeilen. Mehr wird selten veröffentlicht. Da Anzeigenkunden gelockt werden sollen, lesen sich viele Reiseberichte wie Anzeigen. Kritische Themen wie Umweltverschmutzung, Atomkraftwerke, Kriminalität oder Menschenrechtsfragen sind selten gefragt und werden in den Reisereportagen daher kaum erwähnt.

Reisejournalist und Reiseblogger - Reisejournalisten haben beim Thema Reiseblogger eine heftiges Déjà-vu-Erlebnis. Wieder wird mit viel Idealismus und eine gute Portion Naivität die alten Fragen neu aufgeworfen. Jeder Bericht ist eine Werbung für ein Reiseziel. Möchte man davon leben muss man sich nach den Interessen der Tourismusbranche orientieren. Das Ganze nennt sich "Professionelle Zusammenarbeit von Bloggern und PR" und wird als "Storytelling" verkauft. Der Rest ist (siehe unten) ein altes Déjà-vu.

PR oder Reise-Journalismus - Zeichen der schlechten Bezahlung ist das leichte Spiel der PR-Agenturen gegen bezahlte Spesenerstattung ganze Publikationen als Bloggstorys, Kundenzeitschriften, Verlagsbeilage oder Sonderveröffentlichungen an den Leser zu bringen. PR-Experten können damit ihre Werbebotschaften in einer "redaktionellen" Aufmachung verstecken. Der unerfahrene Leser stutzt nur selten und nimmt den Köder an.

Reklame oder Journalismus? - Verlage machen Werbung, Journalismus entsteht in der Redaktionen. Das ist eine sinnvolle und allgemein akzeptierte Trennung. Wenn jedoch gegen Gefälligkeitsberichterstattung Anzeigen winken, Anzeigenkunden rar sind und die Konkurrenz der Kostenlosblätter und Reiseblogger droht, machen viele Reisejournalisten mit, und liefern was der Geldgeber wünscht.

Der Urlauber als Reisejournalist  - Viele Reisende bewerten ihr Hotel und Reiseziel mit Text und Reisefoto. Ob Internet-Tagebuch, Reiseblog, virtuelle Reiseführer - braucht es da noch den Reisejournalisten? Würde die Arbeit eines Reisejournalisten hauptsächlich aus Urlaub bestehen wäre die Antwort: Nein. Kundenmeinungen können jedoch problematisch sein - vor allem wenn sie rein subjektiv sind und sich nur auf einen einzigen Besuch beschränken. Zur Informationsbeschaffung sind sie jedoch nützlich

Medienrecht - Bevor Fotos und Texte veröffentlicht werden sollte das Thema Medienrecht angegangen worden sein. Das Verletzen der Panoramafreiheit, Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte kann teuer werden.

 
Produkthaftungsrecht
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