Auswandern nach Spanien

Auswandern nach Spanien. Informationen zum Leben, Arbeiten und Studieren. Anmeldungen und Abmeldungen in Deutschland

Auswandern nach Spanien
Auswandern nach Spanien. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 27.09.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union, mit Recht auf Aufenthalt und wirtschaftliche Betätigung, ist im Artikel 21(ex-Artikel 18 EGV) zu der Nichtdiskriminierung und Unionsbürgerschaft festgelegt. Demnach hat jeder EU-Bürger das Recht, in einem anderen EU-Mitgliedstaat zu arbeiten, zu leben, zu wohnen und sich frei zu bewegen. Die Freizügigkeit ist wichtiger Bestandteil der "Unionsbürgerschaft". Diese ist im (AEUV) Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union festgelegt. Die Unionsbürgerschaft der Europäischen Union besitzen alle Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Neben der Freizügigkeit ist das Diskriminierungsverbot aufgrund der Staatsangehörigkeit ein weiterer wichtiger Punkt.

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Unionsbürgerschaft Spanien - Seit dem 1. Januar 1992 besitzen alle Bürger der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums das Recht in einem anderen Mitgliedstaat zu arbeiten. Bürger des Europäischen Wirtschaftsraums können also in Spanien wohnen, leben und arbeiten. Es gelten dieselben Rechtsvorschriften (Gleichbehandlung: Lohn, Urlaub, Kündigung, etc.) wie für Einheimische. Mit anderen Worten: Jeder EU-Bürger kann in Spanien eine berufliche Tätigkeit nach spanischem Recht ausüben.

Gesetze und Regeln - Für die Einreise eines Unionsbürgers in Spanien wird ein gültiger Personalausweis oder gültiger Reisepass benötigt. Auch spielt die Aufenthaltslänge eine Rolle

  1. Aufenthalt unter drei Monate - Sie können sich drei Monate in Spanien aufhalten und einen legalen Lohnerwerb suchen. Eine Meldepflicht existiert in der Zeit nicht. Eine Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung bedarf es nicht. Wer Aussicht auf eine Beschäftigung hat kann diese Zeit ggf. auch überschreiten.
     
  2. Aufenthalt über drei Monate - Bleiben Sie länger, sollten Sie sich innerhalb dieser drei Monate bei der nächstgelegenen Polizeistelle oder dem Ausländeramt in das Zentrale Ausländerregister eintragen. Zusammen mit Afrikanern, Lateinamerikanern und Europäern sitzen Sie in einer Warteschlange und erhalten, nachdem Sie Ihre Gebühr entrichtetet und Ihren gültigen Reisepass oder Personalausweis vorgelegt haben, einen Eintragungsnachweis. In diesem Eintragungsnachweis steht die NIE (Ausländeridentifikationsnummer / Número de identificación de Extranjeros). Die NIE ersetzt die Residenzkarte für EU-Bürger und ist für die Seguridad Social (medizinische Betreuung, finanzieller Ausgleich bei Einkommensverlusts etc.) und die Hacienda (Finanzamt) erforderlich.
     
  3. Anmeldungen bei einem Aufenthalt über drei Monate - Wohnen Sie in Spanien, müssen Sie sich an Ihren Wohnort, im Rathaus, in das Einwohnerregister eintragen lassen (Empadronamiento). Nur wenn Sie dort eingetragen sind, besteht für Sie (z.B.) das Wahlrecht oder Ansprüche beim Arbeitsamt undf ür Ihre Kinder ein Anspruch auf Schule, Kindergarten etc. Mit der Empadronamiento erhalten Sie Ihre Sozialversicherungsnummer und Krankenversicherungskarte.

N.I.F beantragen - Ein weiterer Schritt ist die Anmeldung beim örtlichen Finanzamt (Agencia Tributaria) wo sie die N.I.F (Steueridentifikationsnummer / número de identificación fiscal) erhalten. Für im Ausland lebende Deutsche besteht bei der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft/Konsulat) keine Meldepflicht. Dennoch empfiehlt es sich den Wohnort im Reisepass einzutragen. Benötigt wird zu einer Anmeldung:

  • Deutsche Abmeldebescheinigung (absolut empfehlenswert*)
  • Spanische Anmeldebescheinigung(certificado de empadronamiento)

* Wichtig ist die Abmeldung in Deutschland in Bezug auf die Krankenkasse. Melden Sie sich nicht ab müssen Sie ggf. Beiträge nachzahlen. Ganz wichtig! - Melden Sie sich in Deutschland ab, sollten Sie zuvor Ihren Pass verlängern. Das geht nur so lange wie Sie sich in Deutschland aufhalten. Ohne gültigen Pass drohen die Staatenlosigkeit und der Verlust der Unionsbürgerschaft. Sie müssen dann einen Reiseausweis für Staatenlose beantragen und unterliegen der Visumpflicht für Ausländer. Nicht alle Bürger fallen unter das Staatenlosenübereinkommen.

Studenten in Spanien - Studenten benötigen eine Studienbescheinigung, Unterlagen zur Krankenversicherung und Nachweis über finanzielle Mittel.

Anmeldung für Rentner - Rentner die in Spanien wohnen müssen einen Einkommensnachweis vorlegen können. Dazu benötigen Rentner eine in Spanien gültige Krankenversicherung.

In Spanien erwerbstätige Deutsche die in Rente gehen - Waren Sie in Spanien tätig und möchten Sie in Spanien Rente beantragen, müssen Sie folgende Punkte nachweisen:

  1. Das Sie das spanische Rentenalter erreicht haben.
  2. Das Sie die letzen 12 Monate in Spanien tätig waren und sich länger als 3 Monate unterbrechungsfrei in Spanien aufhielten.
  3. Bei einem Betriebsunfall und einhergehender Frühverrentung muss 1. und 2. nicht nachgewiesen werden.

Bankverbindungen und Kontoeröffnungen - Probleme sind mit einem gültigen Personalausweis oder einem gültigen Pass kaum zu erwarten. Teilweise wird die NIE oder ein Arbeitsvertrag verlangt.

Führerschein / Fahrerlaubnis in Spanien - Als EU-Bürger müssen Sie Ihren Führerschein (seit 2004) nicht mehr umschreiben. Eine Umschreibung ist aber immer noch möglich. Ihr KFZ sollte auf ein spanisches Kennzeichen umgemeldet werden.

Internetadressen zum Thema Auswandern Spanien - Deutschland

Bundesverwaltungsamt -Informationsstelle für
Auslandstätige und Auswanderer

Postfach 68 01 69, 50728 Köln,
Tel: 0221 - 758-0, Fax: 0221 - 758 27 68
www.auswandern.bund.de

Oder
Arbeitsamt Frankfurt/Main - Berufsberatung
Fischfeldstr. 10-12, 60311 Frankfurt/Main
Tel.: 069-21 71-2530/2586/2505, Fax: 069-21 71 26 62

Für Personen die sich in Spanien selbständig machen:
Cámara de Comercio Alemana para España,
c/Córcega, 301 – 303, 08008 Barcelona,
Tel. 93 415 54 44, Fax 93 415 27 17

 
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