Jobangebote in Spanien

Jobangebote in Spanien. Tipps und Warnungen vor (un-)seriösen Arbeitsverträgen. Reisekosten und Wohnung vom Arbeitgeber

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Jobangebote in Spanien. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 20.03.2015, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Der Abschwung hat sich in Spanien weiter verschärft. Nach der Krise folgte die Rezession. Die Zahl der Arbeitslosen stieg und die Kaufkraft der (noch) Beschäftigten sank zusammen mit den Nettolöhnen. Dagegen wächst die Zahl der Praktikanten die ohne Lohn einer Tätigkeit nachgehen. In den spanischen Städten wird gegen die hohe Arbeitslosigkeit, den Sparkurs der Regierung und der schlechten wirtschaftlichen Aussichten protestiert. Es war daher schon fast ein Akt der Verzweiflung, als 2014 die Protestpartei "Podemos" (deutsch „Wir können“) gegründet wurde. Eine Bewegung der politischen Linke unter Pablo Iglesias Turrión. Mit der Zeit wachsen die unseriösen Jobangebote von Unternehmen die den Bewerbern lukrative Jobs versprechen. Daher hier einige Tipps und Warnungen.

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Jobangebote in Spanien - Man sollte kein Risiko eingehen und zuerst die Bewerbungen von zu Hause aus abschicken. Damit kann das zugeleitete Stellenangebot in aller Ruhe überdacht werden. Aber zuerst einige Fakten:

  • Die hohe Arbeitslosigkeit erschwert die Arbeitssuche
  • Spanier werden in der Regel bevorzugt eingestellt
  • Spanischkenntnisse sind obligatorisch
  • Bevorzugen Sie wirtschaflich starke (dynamische) Regionen
  • Beziehungen und private Kontakte können helfen
  • Mehrmals versuchen und nicht aufgeben

Wichtig - Wer nach Spanien zieht um dort eine Wohnung zu suchen sollte seine Wohnung in Deutschland nicht aufgeben. Ist der Vermieter einverstanden, kann die Wohnung sogar untervermietet werden. Damit wird das Risiko der Obdachlosigkeit bei einer Rückkehr nach Deutschland (keine Arbeit, keine Wohnung - keine Wohnung, keine Arbeit) minimiert.

Arbeitsvertrag und Vorvertrag - Bei Aussicht auf eine Arbeit sollte der Arbeitsvertrag oder zumindest der Vorvertrag zugeschickt werden. Das gibt eine zusätzliche Sicherheit um bei der Ankunft auch die gewünschte Stelle zu erhalten. Der Arbeitsvertrag ist vom Arbeitgeber zu unterschreiben. Sonst ist er nicht bindend und sein Papier nicht wert.

Vorstellungsgespräch? - Möchte der Arbeitgeber ein Vorstellungsgespräch ist das OK. Allerdings sollte er dann auch die Reisekosten (Flug, Zug, Taxi, Hotel) übernehmen. Wenn der Arbeitgeber Sie schätzt wird es dies auch tun. Lehnt er die Kostenübernahme ab, dürfte sein Interesse nicht sehr groß sein. Gesuchte Mitarbeiter bekommen nicht nur die Reisekosten sondern auch einen Mietwagen und die Kosten für die Übernachtung erstattet. Auf eine vage Zusage des Arbeitgebers, ohne konkrete Nennung der Arbeitszeit, freie Tage, Gehalt, Vertragsdauer (...) sollte nicht eingegangen werden.

Einkommensfalle - Manche Arbeitgeber bieten während der Dauer des Arbeitsvertrages Zimmer und Essen inklusive. Hört sich gut an, wird aber nicht selten vom Gehalt abgezogen. Kantinenessen und Wohnunterkünfte sind aber nicht jedermanns Sache (vor allem nicht bei Schichtarbeiten).

Reserven beachten - Schon die Wikinger achteten darauf, sich nicht zu weit von ihren Schiffen zu entfernen, die ihnen den Rückzug ermöglichten. Daher sollten immer einige Euros für Eventualitäten in der Reisekasse zusammengehalten werden. Persönliche Erfahrung: Der Direktor hatte zwar die Befugnis Einstellungen vorzunehmen. Jedoch stellte sich der Eigentümer quer. Nach 3 Wochen kam der Eigentümer an meinen Schreibtisch und fragte mich was ich machen würde. Weitere 5 Tage später setzte sich der Direktor an meinen Tisch und sagte zu mir: "Er hätte das Problem meine Stellung zu rechtfertigen". Vertragsänderung und neue Aufgabengebiete waren die Folge. Am Schluss kündigte ich. Die drei Monate Arbeit deckten zumindest die Reisekosten. Es kann immer anders kommen als man denkt.

Ausländerfeindlichkeit in Spanien - Für mich als Halbspanier eine beschämende und verletzende Entdeckung offen diskriminiert zu werden. Teilweise mit den Hinweis: Als Halbspanier und nicht als Deutscher etwas mehr Rechte zu besitzen. Mensch zweiter Klasse! Wie müssen sich da Afrikaner oder Asiaten fühlen? Vor allem in den Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit muss mit Anfeindungen gerechnet werden.

Unseriöse Jobangebote - Der gesunde Menschenverstand ist der beste Schutz gegen unseriöse Jobangebote. Das Thema ist jedoch wichtig. Daher sind hier einige Tricks gelistet:

  • Vorkasse - Nach einer Bewerbung über Telefon um eine Stelle im Immobiliensektor in Mallorca traf ich mich mit einer Frau in der Lobby eines Hotels. Alles war perfekt. Flug-, Wohnkosten, Spesen sollten übernommen werden. Ich sollte 'nur' 2000 € Vorkasse leisten da die Firma schon häufig es mit Typen zu tun gehabt hätte, die auf Firmenkosten reisen möchten.
     
    Vorkassenvarianten - Gebühr für Vermittlung für einen Eintrag in eine Datenbank, Infomaterial, Broschüren, spezielle Software, Schulungsmaterialien (...). Die Liste ist lang und meist ist die Argumentation sehr plausibel - Finger weg!
     
  • Teure Telefonnummer - Sie rufen eine normale Telefonnummer an und sollen daraufhin eine Nummer drücken oder "ja" sagen - oder auch einfach eine teure Nummer anrufen.
     
  • Kettenbriefe oder Schneeballsystem - Werber werben Werber die weiter werben. Die Person an der Spitze verdient in der Regel gutes Geld und alle anderen legen drauf.
     
  • Jobs auf Provisionsbasis - Bezahlung Provisionsbasis oder Basisgehalt sollten abgelehnt werden. Vor allem wenn dafür in Vorkasse zu treten ist. Beispiel Musterkoffer.
     
  • Unklare Angebote. Werden Sie über uns Millionär. Profitieren Sie von unserem System. Hoher Verdienst für wenig Arbeit (...).
     
  • Kreditinstitut - Arbeiten für ein angebliches internationales Kreditinstitut. Benötigt wird nur eine Kontonummer. Angebliche Tätigkeit als Finanzbroker (oder sonstiges). Das Geld das überwiesen wird soll weitergeleitete werden. In der Regel handelt es sich dabei um illegale Geldwäsche. Polizeibesuch ist da garantiert.
     
  • Dubiose Angebote - Es sind zumeist Angebote die zu schön klingen. Fotomodel, Testspieler, Reisefotograf (...). Auslandjobs (siehe oben Mallorca), Arbeiten auf Ölplattformen. Muss nicht unseriös sein. In der Regel sind jedoch gerade solche "Traumjobs" sehr schlecht bezahlt.

Unseriöse Jobangebote - Tricks gibt es wie Sand an der Küste Spaniens. Wenn zuerst Investitionen anfallen sollte ganz genau recherchiert werden.

 
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