La Movida Madrileña

La movida madrileña. Madrider Kulturrevolution Ende der 70er und 80er Jahre in Spanien mit Pedro Almodover, Ouka-Lele und Mecano

La Movida Madrileña
La Movida Madrileña. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 07.09.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Die Movida in Madrid waren die "Noches madrileñas" (Nächte in Madrid) mit wilden Veranstaltungen zu Kunst, Film, Musik, Mode und natürlich auch die sexuelle Revolution. Die Movida war für die spanische Jugend Ende der 70er und 80er Jahre eine Befreiung von der faschistischen Diktatur und von der katholischen Kirche. Drogen, Sex und Musik spielten eine große Rolle. Die Movida jedoch nur auf diese Themen zu reduzieren würde ihr nicht gerecht werden. Das heutige Spanien wäre ohne die Movida nicht möglich gewesen. Die Movida schuf das Fundament für das demokratische moderne Spanien. Das viele junge Akteure bei so viel Spaß an der Freiheit weit über das Ziel hinausschossen, ist nach der langen Zeit der Repression nicht verwunderlich. Die Movida veränderte Spanien. Es war eine Zeit in der alles möglich schien. Es war der Drang nach Freiheit, der die Jugend Spaniens ergriffen hatte.

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Was war die Movida? - Das Wort Movida stammt vom Wort mover = (sich) bewegen. Die Movida war eine Kulturbewegung der Jugend, die vorwiegend in Madrid, aber auch in ganz Spanien stattfand.

Warum entstand die Movida? - Die Movida entstand aus dem Umbruch aus dem Klerikalfaschismus unter der Diktatur Franco hin zur Demokratie. Es war die Zeit der "Transición Española" zwischen den Jahren 1975-1982. Eine Kulturrevolution und eine gesellschaftliche Liberalisierung.

Anfang und Ende der Movida

General Franco stirbt 1975 -Beginn der Movida.

Striptease 1976 -Der Striptease auf der Plaza Dos de Mayo war ein Zeichen für den revolutionären jugendlichen Geist.

Enrique Tierno Galván - Enrique Tierno Galván wird 1979 Bürgermeister von Madrid. Der neue Bürgermeister ist ein ehemaliger Professor für Marxismus der 1965 aus der Universität geworfen worden war, weil er die Studentenproteste gegen das Francoregime unterstützte. Enrique Tierno Galván wurde für seine offene und lebensbejahende Einstellung in der Movida sehr geschätzt. Seine liberale Amtsführung ermöglichte die neue liberale politische Stimmung in Madrid.

Pedro Almodóvar - Pedro Almodóvar 1980 erster Film. Pedro Almodóver Filmregisseur und Oskar-Preisträger. In seinen Filmen zeigt er das neue schräge Spanien mit Huren, Transvestiten, Homosexuelle, hysterische Hausfrauen und Geliebten. 1986 erscheint "La ley del deseo" - "Das Gesetz des Verlangens" über homosexuelle Liebe. Weitere Filme von Pedro Almodóvar wie 'Mujeres al borde de un ataque de nervios' werden zu den mayores éxitos del cine español. María Barranco, Rossy de Palma, Julieta Serrano y Carmen Maura oder natürlich Penelope Cruz weltberühmt.

Luna erscheint 1982 - Zeitschrift und Sprachrohr der Movida.

Karneval 1982 - Erster Karneval seit Francos Tod.

El Travelling, 1983 -Bekannteste Movida-Bar in Madrid. Beginn des Punk in Spanien. Berühmt der Nachtclub Rock Ol. Treffpunkt von Jesús del Pozo, Adolfo Domínguez (Modedesigner), Ouka-Lele (Fotografin und Galeristin der Moriarty-Galerie) oder Ceespe. Wichtige Movida-Bands wie Mécano (hijo de la luna ...) geben Konzerte.

Tod Enrique Tierno Galván 1986 - Enrique Tierno Galván war erst 3 Jahre zuvor 1983 wiederholt zum Bürgermeister von Madrid gewählt worden. Mit seinem Tod und der Abwahl der Sozialisten endet die wilde Freiheit.

Ende der Ära der Sozialisten 1991 - Damit wird auch das Ende der Movida eingeläutet. 'Madrid ha muerto'. Der Roman von Luís Antoni de Villena zeigt die enttäuschten Hoffnungen, verlorene Ideale und Desillusionierungen. Geblieben sind die Musik von Bands wie Alaska, Mecano, Radio Futura, La Unión, Alaska ... und die Filme von Pedro Almodóvar.

 
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