Region Baskenland

Baskenland, seine Regionen und Provinzen. Kultur, Feste, Sprache und Bräuche Nordspaniens. Sehenswürdigkeiten und Reiseziele

Region Baskenland
Region Baskenland. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 13.11.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Das Baskenland besteht aus den Provinzen: Álava, Vizcaya und Guipúzcoa. Im Norden reicht die Autonome Region an das kantabrische Meer. Im Süden Osten und Westen an die Autonome Regionen Kantabrien, Kastilien und León, La Rioja und Navarra. Typisch für das Baskenland ist die grüne Landschaft mit Wäldern und Wiesen sowie der Wunsch auf Unabhängigkeit von Zentralspanien. Sehr geschätzt wird die Küche des Baskenlandes, die durch Einflüsse aus Spanien und Frankreich geprägt ist. Dazu spielte das Meer immer eine wichtige Rolle. Eine wichtige gesellschaftliche Tradition sind die Sidrerien. Die Sidrería in der die Sidra (Apfelwein) angeboten wird. Typische Gerichte der Region sind pintxos, bacalao und cuajada. Im Baskenland existieren originelle Bräuche. Zortzicos, Aurresku oder die Pelota vasca sind typisch. Ein wichtiges Merkmal baskischer Kultur ist die baskische Sprache. Eine Sprache die mit keiner anderen Sprache verwandt ist. Daher heißt das Baskenland auf castallano "País Vasco" auf Baskisch aber Euskal Herria oder Euskadi. Die Hauptstadt ist Vitoria. Bekannte Sehenswürdigkeit das Guggenheim Museum in Bilbao.

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Geschichte - Das Baskenland auf die ETA zu reduzieren wird dem Land natürlich nicht gerecht. Dennoch war es die ETA, die sich den Weg in die internationalen Nachrichten 'bombte' und damit das Bild des Landes in der Öffentlichkeit prägte. Die Geschichte des Baskenlandes ist in groben Zügen schnell erzählt. Den Römern folgten im 5. Jh. die Westgoten, später Franken und Mauren. Immer wieder zogen sich die Basken in die Berge zurück und konnten sich so ihre Selbständigkeit erhalten. Das änderte sich mit dem Königreich von Navarra und Kastillien. Dennoch erhielten die Basken ihre Sonderrechte (fueros) um im Gegenzug den König anzuerkennen. Eine Taktik die erst im 19 Jh. mit den Karlistenkriegen aufgegeben werden musste. Das Baskenland erlebte einen starken wirtschaftlichen Aufschwung, was zu einem Erstarken des Nationalismus führte. 1936 - 1939 stand das Baskenland auf der Seite der Republik und gegen den Diktator Franco. 16.04.37 wurde die Stadt Gernika von der deutschen Fliegerstaffel Legion Condor niedergebombt. Nach dem Krieg reagierte Franco mit dem Verbot der baskischen Sprache und Kultur, was dann zur Bildung der ETA führte. Auch in der Demokratie führten die zahlreichen Skandale dazu, dass die Basken die Zentralregierung ablehnten. Man muss nur den GAL-Skandal nennen. Die ETA verlor ab den 90er Jahren an Einfluss und löste sich 2011 sogar ganz auf - aber für immer? Fakt ist aber, dass die Katalanen mit ihren friedlichen Widerstand es weiter brachten als die Basken mit der ETA.

Status Quo - Das Baskenland hat sich verändert. Es dürften nur noch wenige Mitglieder der ETA im Untergrund aktiv sein. Die Angst vor einer Haftbombe unter dem eigenen Auto ist gewichen. Die Kommuniqués der ETA sind der letzte Versuch sich einer gewissen Aufmerksamkeit zu sichern. Die Zukunft des Baskenlandes ist eine ohne Terror und des Dialoges. Davon sind die Basken überzeugt. Anders als in Katalonien sucht man mit allen Spaniern ein Gespräch für ein neues Autonomiestatut. Schon heute verfügt das Baskenland über eine weitreichende Autonomie.


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Wissenswertes über das Baskenland
(baskisch Euskadi, spanisch Pais Vasco)

Unterkunft & Preise: Außerhalb der Hochsaison schließen viele Hotels. Im Sommer sind viele Hotels und Pensionen ausgebucht. Der Grund liegt darin, dass viele Spanier um der Hitze zu entgehen nach Nordspanien fahren. Entsprechend entwickeln sich die Preise für Hotels und Pensionen. Die Bettenburgen, wie sie in Südspanien zu finden sind, existieren nicht.

Verkehrsmittel: Das Baskenland ist mit Zug und Bus sehr gut erreichbar. Hochgeschwindigkeitszüge verbinden Vitoria - Bilbao - San Sebastián mit der Grenze zu Frankreich und Madrid. Zu den kleineren Ortschaften existieren verschieden Buslinien.

Flughäfen: Das Baskenland besitzt drei Flughäfen. Bemerkenswert ist das Terminal des Airport Bilbao. Es wurde vom spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen.

  • Aeropuerto de Bilbao (Bilbo-Loiu)
  • Aeropuerto de San Sebastián (Donostia-Hondarribia)
  • Aeropuerto de Vitoria (Gasteiz-Foronda aireportua)

Von Deutschland werden die Flughäfen nur selten direkt angeflogen. Die Verbindungen nach Madrid oder Barcelona sind jedoch recht gut.

Anreise mit dem Auto: Von Madrid über die Autobahn A-1 nach Vitoria (350 km) und San Sebastián (462 km). Nach Bilbao (394 km) über die Autobahn AP-68. Von Barcelona nach San Sebastián (565 km) Autobahn AP-68 mit Abzweig auf die A-15. Von Frankreich über die Autobahnen A-63 und A-64 in Richtung Baskenland.

Klima: Das Wetter ist im Baskenland im Sommer und Winter relativ mild aber launisch. Mit Regen müssen Sie immer rechnen. Der Juni und der Juli sind die schönsten und trockensten Monate. Sollte es an der Küste regnen könnte die Fahrt landeinwärts lohnen. Nicht selten scheint hinter dem kantabrischen Gebirge - in Pamplona, Burgos oder León - die Sonne.

Feiern & Feste: Die Basken lieben ausgefallene Sportarten. Baumstämme oder Steine tragen bzw. werfen, Holzhacken oder Tauziehen (...). Typisch ist die pelota (jai alai). Ein nicht ganz ungefährliches Ballspiel. Wie der Sport so auch die Musik. Die uralten Tänzen des Baskenlandes sind einmalig.

Gastronomie & Gerichte: Für Feinschmecker ist das Baskenland alleine wegen der Gastronomie ein Grund einen Besuch abzustatten. Es existieren Sociedades Gastronómicas (Kochgesellschaften) und Sternköche. Um die Küche des Baskenlandes bzw. Nordspaniens näher kennenzulernen müssen Sie jedoch nicht unbedingt die Sterne-Restaurant aufsuchen. Das Kochen ist im Baskenland natürlich nicht nur Männersache - wie in einigen Zeitschriften dargestellt. Die Portionen sind in der Regel sehr groß. Geprägt ist die Küche vom Atlantik und vom dortigen Fischreichtum. An Wein sollten Sie die aus der Region "Rioja alavesa" probieren. Typisch auch die Sidra in den sidrerías und der Weißwein txakolí.

Autonomie: Seit 22.12.1979 (als erste spanische Gemeinschaft).

Hauptstadt: Vitoria / Gasteiz

Provinzen: Álava (Araba), Guipúzcoa (Gipuzkoa), Vizcaya (Bizkaia) auf spanischer Seite. Historisch und kulturell würde auch der Norden Navarras sowie drei französische Provinzen dazugehören.

Wirtschaft: Dienstleistungen, Metall, Papier, Nahrungsmittel, Fischerei, Automobilzulieferindustrie (...).

Sprache: Castellano (Spanisch) und "die Sprache des Teufels" wie die baskische Sprache einst bezeichnet wurde. Hintergrund ist, dass im Castellano des Siglo XIII. der Teufel in der baskischen Sprache als bildur "Angst" bezeichnet wurde. Einige Forscher halten das Baskische für die Sprache der ursprüngliche iberischen Urbevölkerung. Andere glauben den Ursprung der Sprache in den Einwanderer aus dem Kaukasus zu sehen.

Typische, wichtige Feste und Feiern im Baskenland

  • Januar - Festividad de la Tamborrada de San Sebastián
  • August - Semana Grande de Bilbao
  • August - Virgen Blanca en Vitoria mit seinen Celedón
  • September - Alarde de Irún
  • September - Alarde de Fuenterrabía

Nicht verpassen sollten Sie die Danzas vascas.

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Wichtige Sehenswürdigkeiten und Reiseziele

Um das nördliche Spanien kennenzulernen, ist es eine gute Idee, die Reise im Baskenland zu beginnen. Die Atlantikküste Nordspaniens unterscheidet sich völlig von der Mittelmeerküste Südspaniens. Nicht ohne Grund wird diese Region als das grüne Spanien "España Verde" bezeichnet. Das Grüne Spanien umfasst die vier autonome Regionen: Galicien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland. Es umfasst die Küste von der Rías Baixas Galiciens bis zum Golf von Vizcaya.

Bermeo
Bermeo verfügt über einen großen Fischerhafen und war einst der wichtige Hafen der baskischen Wallfangflotte. Bermeo ist bei Surfern beliebt.

Bilbao** (Bilbo)
Bekannte Sehenswürdigkeit ist das Guggenheim Museum. Bilbao gehört wie Donastia zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Baskenlandes.

Donastia (San Sebastián**)
Die inoffizielle, alte Sommerresidzenz des Königspaares. Das "spanische Biaritz" mit seiner schönen Muschelbucht ist ein Höhepunkt einer jeden Baskenlandreise.

Gernika (Guernica)
Leider hat der deutsche Luftangrif der Fliegerstaffel "Legion Condor" kaum noch etwas übriggelassen. Sehenswert ist das wichtigste Nationalsymbol der Basken - der Rest einer uralten Eiche unter der sich einst der Ältestenrat traf.

Hondarribia (Fuenterrabia)
Der Ort besteht aus zwei Ortsteilen. Das alte Zentrum verfügt über Bauwerke der Renaissance und des Barock. An der Küste liegt an der Mündung des Río Bidasoa ein Fischereihafen. Der schöne Strand lädt im Sommer zum baden ein.

Laguardia (Guardia)
Auf einem Hügel errichtetes Dorf mit bemerkenswerter mittelalterlichen Stadtmauer und im Zentrum der Turm Torre Abacial en Santa María de los Reyes. Die Umgeben besteht vorwiegend aus Weinreben.

La Rioja Alavesa (Arabako Errioxa)
Der südlichste Teil des Baskenlandes. Berühmt durch die den Wein aus der Region.

Lekeitio (Lequeitio)
Schönes Hafenstädtchen mit grünen Hügeln und einer Bucht in der eine bewaltete Insel liegt.

Mundaka
Zwei kleine Ortschaften. Mundaka ist bei Surfern sehr beliebt und bietet kleine Strände.

Zarautz (Zarauz)
Netter alter Dorfkern mit Stil. Der Ort ist u.a. bei Surfern sehr beliebt. Zarauz liegt an der Küste Guipuzcoana. Einer Küste mit schönen Strände und Berge. Zarauz gilt als Surfparadies. Folgen Sie der Küste stoßen Sie auf Zumaia (schöner Hafen), Pasajes (weniger schöner Überseehafen) und Hondarribia.

Vitoria-Gasteiz
Die Hauptstadt des Baskenlandes verfügt über eine kleine aber schöne Innenstadt. Sehenswert sind die beiten Plätze Plaza Virgen de la Blanda und die Plaza de España. Die Gassen drumherum besitzten teils gotische Bauwerke.

Schreibweise von Orts- und Straßennamen
Die Namen der Ortschaften werden in der Sprache Castellano und in der Sprache Baskisch angegeben. Teilweise werden vor Ort jedoch nur die baskische Bezeichnungen verwendet. Umgekehrt ist nicht einmal jeden Spanier bekannt, dass Bilbao auf baskisch eigentlich Bilbo heißt.

 
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