Tourismus in Spanien

Tourismus in Spanien. Der beliebtesten Reiseregion, zu Werbung, Wahrnehmung und Angebot. Etikettenschwindel und Information

Tourismus in Spanien
Tourismus in Spanien. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 28.04.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Spanien ist ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Die Tourismusindustrie hat allen Grund zum Jubeln. Dennoch wird immer wieder geklagt. Angeblich würden die Touristen nicht mehr so lange wie früher bleiben und sie würden weniger Geld ausgeben. Die Einnahmen würden dadurch sinken und die Infrastruktur stärker in Anspruch genommen. Die Gründe? Einmal ist Spanien nicht mehr das billige Reiseland der Vergangenheit. Zudem haben andere Reiseziele zur Aufholjagd angesetzt. Der Wettbewerb um den Gast dürfte in der nahen Zukunft damit noch schärfer ausfallen. Die vielen Touristen werden ihr knappes Geld nur dann ausgeben, wenn Werbung, Wahrnehmung und Angebot stimmen.

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Tourismus im Wandel - Mit Devisen für die Franco-Diktatur hatte alles begonnen. Die ersten Touristen wurden vom Militär kritisch beäugt. Die katholische Kirche reagierte in Spanien auf die neuen Besucher und deren lockeren Umgangsformen mit Entsetzen. Mit der Zeit veränderte sich die spanische Gesellschaft. Es folgte Demokratie, Freiheit, Autobahnen und neue Hotelanlagen. Es kam zu einem enormen Bauboom. Das änderte sich erst mit der Weltwirtschaftskrise ab 2008. Zum ersten Mal trafen in einigen Regionen weniger Touristen ein. Zudem wurden die Gäste 'geiziger'.

Woher kommen die Touristen - Die meisten Touristen kommen aus Europa (Großbritannien, Deutschland und Frankreich). In der Regel mit einer festen Reisebuchung und über eine Pauschalreise (Flug und Hotel).

Beliebteste Reiseregionen in Spanien - Bei den spanischen Regionen liegt Katalonien auf Platz 1, die Balearen auf Platz 2, und die Kanarischen Inseln auf dem dritten Platz. (Quelle: Estudios Turísticos del Ministerio).

Das 'alte' Spanien ist Vergangenheit - Die Zeit der Diktatur kennen viele Spanier nur aus den Geschichtsbüchern. Spanien als ein archaisches Land mit einer folkloristischen Mischung aus Flamenco, Stierkampf, Pilgerwegen, weißen Dörfern und schwarz gekleideten Frauen zu betrachten ist in der Gegenwart nur noch im Tourismusbild zu finden. Spanien ist modern. Leider ist aber auch der Aufbruch der 1980er Jahre verflogen.

Tourismus Arbeit und Wohlstand - Mit Subventionen wurde der Tourismus zum weltweit größten Wirtschaftszweig. Aber gerade der Tourismus lebt von billigen Arbeitskräften und diese können wiederum nur wenig am Konsum mitwirken. Effektiver wäre es das Geld in Branchen zu investieren, die mehr Gewinn versprechen. Darüber hinaus kann der Tourismus die Entwicklung anderer Wirtschaftszweige bremsen. Das Problem wegfallender regionaler Dienstleistungen verschärft sich zusätzlich wenn Hotelgäste ihr Hotel nicht verlassen und in der Anlage konsumieren. Der größte Teil der Gewinne fließt dann in das Ausland. Der Staat muss jedoch im Gegenzug Steuergelder für Infrastruktur, Marketing und Werbung investieren.

Etikettenschwindel 2009 - Was wenn die eigene Küste so verbaut ist das sich keine schöne Strände mehr finden lassen? Die Tourismusinformation Kataloniens kennt den Weg und geht in die Bahamas. Wie EUROPA PRESS. 11.02.2009 berichtete, wirbte die Costa Brava Catalana mit einem Foto aus den Bahamas. Angeblich war das Foto laut der Chefin des Patronato Dolors Batallé symbolisch gemeint und in keinem Fall eine Täuschung. Allerdings sind auch symbolisch gemeinte Fotos gefakte Fotos. Bahamas zu verkaufen und Costa Brava zu erhalten ist unberührte und einsame Strände zu wünschen und überfüllte Bettenburgen, Urlaubergrill und Billigtouristen zu erhalten. Es kann zwar als Etikettenschwindel bezeichnet werden, ist aber letztendlich typisch für eine Werbung, die gerne mit einer geschönten Darstellung der Wirklichkeit einhergeht. Wenn jedoch falsche Erwartungen geweckt werden, wird die falsche Zielgruppe erreicht. Das Ergebnis sind enttäuschte Gäste und eine Werbung die dem Image schadet.

 
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