Valle de los Caídos

Valle de los Caidos. Tal der Gefallenen bei Madrid. Grabstätte des Diktator Franco. Geschichte, Anreise mit Bus und Auto

Valle de los Caídos
Valle de los Caídos. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 02.05.2014, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.

Das übergroße Granitkreuz im Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen) wurde zusammen mit der Krypta im Jahr 1940 auf Befehl des Diktators Francisco Franco von Kriegsgefangenen errichtet. Die gewaltige Anlage liegt in einem Pinienwald über den Felsen de Cuelgamuros. In der in den Granit getriebenen Krypta liegen um einem Hochaltar tief im Berg, die sterblichen Reste des Diktators Francisco Franco, dem Gründer der faschistischen Falange-Partei José Antonio Primo de Rivera sowie den Gebeinen von etwa 60.000 im Bürgerkrieg gefallenen Soldaten, Faschisten wie Kommunisten und Flüchtlinge. Unterhalb der Anlage wurde das franquistische Kloster-Mausoleum Valle de los Caidos (Abadía Benedictina de la Santa Cruz del Valle de los Caídos) errichtet. Mit dem Tod des Diktators Franco endete die vierzigjährige spanische Diktatur.

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Nationalkatholizismus in Spanien - Das Valle de los Caídos ist das letzte Relikt der Franco-Diktatur sowie Zeugnis der engen Zusammenarbeit von katholischer Kirche und Diktatur in einem "Nationalkatholizismus" (nacionalcatolicismo = Schulterschluss katholischer spanischer Kirche und der faschistischen Diktatur unter General Franco).

Sehenswert - Allein die wunderschöne Landschaft wäre Grund genug das entlegene Tal zu besichtigen. Sehenswert sind:

  • Steinkreuz - 150 m hohe Kreuz über dem Mausoleum
  • Mausoleum - Mit Überresten Franco, Rivera und 6000 Soldaten
  • Benediktinerkloster - Erbaut 1940 - 1958 im Tal der Gefallenen

Das Benediktinerkloster (Abadía Benedictina de la Santa Cruz del Valle de los Caídos) liegt etwas abseits.

Anreisemöglichkeiten und Verkehrsanbindungen - Nemen Sie die Busverbindung von Madrid zum Kloster El Escorial. Nachmittags fahren Sie weiter zum Tal der Gefallenen. Damit können Sie zwei Sehenswürdigkeiten an einem Tag besichtigen:

Wichtig - Vom El Escorial fährt einmal täglich(!) 15:15 Uhr ein Bus zum Valle de los Caídos. Rückfahrt vom Valle zum Kloster El Escorial um 17:30 Uhr. Das heißt Sie sollten in Madrid ab etwa 07:00 Uhr abfahren, sonst wird Ihnen die Zeit knapp. Montags fährt kein Bus.

Busverbindungen zum Valle de los Caídos

  • Madrid - Valle de los Caídos (direkt)
    Autocares Herranz von Madrid Busstation Moncloa.
     
  • Madrid - El Escorial - Valle de los Caídos
    Autocares Herranz, Busstation Moncloa (Madrid) zur Busstation San Lorenzo de El Escorial. Weiterfahrt Valle de los Caídos 15:15 Uhr. Rückfahrt zum El Escorial um 17:30 Uhr.

Mit dem Auto ist das Valle de los Caídos über die M-600 zu ereichen.

Bushaltestelle und Parkplätze - Außer Montag können Sie mit dem Auto zu den Parkplätzen vor dem Kreuz fahren. Die Bushaltestelle liegt neben den Parkplätzen. Am Montag ist der Zugang für Auto und Bus gesperrt und Sie müssen die Strecke ab den Tor (5 km) zu Fuß gehen.

Adresse
Carretera de Guadarrama El Escorial
28209 Valle de Cuelgamuros (Madrid)
www.valledeloscaidos.es

Tel: 91 890 56 11 bzw. 91 890 13 98
Hotline von 8.00 bis 14.35 Uhr.

Patrimonio Nacional
Palacio Real. Calle Bailén s/n. Madrid 28071.
Tel. +34 91 454 87 00
www.patrimonionacional.es/Home/Monasterios-y-Conventos/Abadia-Benedictina-Valle-de-los-Caidos.aspx

Geschichte und Hintergrund - Die Ruhestätte des Diktators wurde 1940 von Kriegsgefangenen erbaut. Die Zahl der politischen Gefangenen die in 18 Jahren Bauzeit starben ist umstritten. Von 14 Todesfällen und keiner Zwangsarbeit bis hin zu einer Behandlung der Zwangsarbeiter als “hijos de puta” y “rojos” mit ca. 12 Verletzte pro Tag von denen viele nicht wieder kamen ("docena de heridos diarios. Muchos no volvieron"). Je nach politischer Überzeugung stehen sich Parteien und Meinungen unversöhnlich gegenüber. Einblicke geben teilweise die No-Do (NOticiero DOcumental).

Grab des Diktator Francisco Franco - Seit Jahren wird über den Verbleib der sterblichen Überreste des Ex-Diktator Franco gestritten. Das Mausoleum dient als ein Wallfahrtsort für Faschisten bzw. Francisten. Vor allem am Todestag Francos (20 Nov.) wird das Monument von der spanische Rechte besucht. Zudem wird am Grab Francos gebetet. Offiziell ist jeder Akt der Verherrlichung des Franquismus jedoch verboten. Die Grabstätten soll daher seit Jahren in eine Gedenkstätte umgewandelt und die sterblichen Überreste der Familie übergeben werden.

Persönlicher Eindruck - Die Natur und die Weite des Tals ist umwerfend. Der Innenraum der Basilika liegt im Vergleich zum gleißenden Licht der Sonne im düsteren Halbdunkel. Bei meinen Besuch ging für Minuten auch noch das Licht aus. Die Vergangenheit liegt in der Basilika (Länge 262 ! Metern) unter dem Berg. Nur das ferne Licht des Eingangs war zu sehen.

 
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