Zimmermädchen in Spanien

Als Zimmermädchen in Spanien arbeiten. Arbeitszeit, Tätigkeit und Lohn in der Hotellerie. Gesucht werden Köche und Rezeptionisten

Zimmermädchen in Spanien
Zimmermädchen in Spanien. | Foto: (©) H.D.Rose | Foto kaufen

Updated: 03.02.2015, 9:39. Text/Foto: Hans Diego Rose.


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Einen Mindestlohn gibt es in der Hotellerie in Spanien wie auch in Deutschland. Diesen zu umgehen ist jedoch leicht. Vertraglich wird der Mindestlohn vom Arbeitgeber festgelegt. Häufig müssen jedoch in der im Vertrag festgelegten Zeit so viele Zimmer gereinigt werden, dass dies gar nicht möglich ist. Die Überstunden, die dann anfallen, werden natürlich nicht bezahlt. Ein weiterer Trick sind Tätigkeiten, die erwartet, jedoch nicht bezahlt werden. Dies kann zum Beispiel darin bestehen, auf dem Hinweg zur Arbeit Blumen zu holen oder am Nachmittag zur Post zu gehen um Briefe und Pakete aufzugeben. Zudem werden viele Zimmermädchen nicht vom Hotel angestellt, sondern arbeiten über Fremdfirmen und Leihpersonal. Die Bezahlung ist dementsprechend. Wirklich schlimm ist die Situation für Ausländer, die unbedingt einen Job brauchen, aber weder die Sprache des Landes noch die gültigen Arbeitsrechte kennen.

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Arbeitszeit für Zimmermädchen - Wie lange man am Tag arbeiten muss hängt von der Zimmerbelegung ab. Ist das Hotel ausgebucht und stehen Abreisen an, dann muss alles zwischen 08:00 bis 16:00 Uhr fertig sein. Ist das Hotel dagegen nur schwach gebucht, werden an dem Tag entweder gar keine Zimmer gereinigt oder die Frühstückskraft übernimmt (in kleinen Hotels) häufig die 'schnelle' Zimmerreinigung. Das Zimmermädchen hat also ihren freien Tag. Natürlich - muss am Wochenende gearbeitet werden.

Tätigkeiten für ein Zimmermädchen - Betten beziehen, WC und Bad putzen, Staub wischen, Teppich saugen auch mal eine Minibar auffüllen und immer wieder Treppen-Rennen. Gerade in der gehobenen Hotellerie besteht die Tätigkeit nicht nur im dekorieren des Wachbeckens mit Handtücher, Lotionen und Waschgel sondern auch darin, gebrauchte Kondome aufzusammeln, Blut und Erbrochenes wegzuwischen und (...). Warum gerade in der gehobenen Hotellerie? Na ja, zumeist suchen sich viele Gäste für ihre Sex- und Sauforgien eben nicht die billigsten Absteigen. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist hier besonders groß und damit auch die Angst der Chefetage einen Fehler zu machen und den Gast zu melden.

Kluft in Werbung und Realität - Zimmermädchen machen eine sehr schwere Arbeit. In den Anzeigen der Hotellerie zieht das häufig anders aus. Hier wird vom Luxus der Gäste geschrieben und was für eine tolle Aufgabe es darstellt, den Boden zu saugen und das Bad zu reinigen. Gesucht werden häufig, nicht ohne Grund, junge Menschen, gerne Ausländer, gerne ohne Schulabschluss oder auch mit schlechten Deutschkenntnissen. In der Regel wird die Tätigkeit als Nebenjob ausgeübt. Schüler oder Studenten finden sich selten. Diese arbeiten eher in der Teilzeit im Restaurant oder an der Rezeption. Nur die wenigen Kräfte, die körperlich in der Lage sind, arbeiten Vollzeit. Nicht selten wird dabei die Gesundheit - vor allem der Rücken - durch die gebückte Tätigkeit ruiniert.

Arbeiten in Spanien - Als Zimmermädchen in Spanien arbeiten zu wollen ist keine gute Idee. Zudem werden eher Köche und Rezeptionisten gesucht. Diese Fachkräfte arbeiten der höheren Löhne wegen jedoch lieber in Deutschland oder in der Schweiz. Im Ausland verdient sogar ein Hilfsarbeiter in der Hotellerie mehr Geld als die Fachkraft im Heimatland Spanien.

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Nicht alle Hotels über einen Kamm scheren - Einige Hotels behandeln ihre Zimmermädchen erstaunlich gut. Es sind vor allem die Hotels, die erkannt haben, dass auf Dauer ein erfahrenes und zuverlässiges Kernteam besser arbeitet, als ständig wechselnde und unzufriedene Mitarbeiter. Wer also als Zimmermädchen arbeiten möchte, sollte sich den Betrieb sehr genau ansehen - und besser noch, gleich eine andere Tätigkeit suchen. Mit dem Verdienst als Zimmermädchen kommt man auf keinen grünen Zweig.

 
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