Die Aura des Vergangenen Fotografische Notizen

Digitale Fotografie simuliert, was sie abgelöst hat: Korn und den Look des Analogen

Die Aura des Vergangenen
Die Aura des Vergangenen.

Ausgabe vom April 2024

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Hinweis: Beiträge können eigene Projekte oder persönliche Empfehlungen enthalten. Keine bezahlten Kooperationen.

Kein offizielles Fujifilm-Angebot.

Walter Benjamin beschreibt die Aura als eine besondere Form der Präsenz, die an das „Hier und Jetzt“ eines Werks gebunden ist. Mit der technischen Reproduzierbarkeit verändert sich dieses Verhältnis zum Original.

In der digitalen Fotografie zeigt sich eine bemerkenswerte Gegenbewegung. Digitale Kameras greifen auf die Erscheinungsformen analoger Filme zurück: auf sichtbares Korn, ausgeprägte Kontraste und die Anmutung gealterten Bildmaterials. Das technisch Neue nimmt die Gestalt des Vergangenen an.

Doch diese Wirkung ist nicht die Aura im Sinne Benjamins. Sie entsteht lediglich durch visuelle Merkmale, die eine vergangene Zeit aufrufen. Das Bild erinnert an eine fotografische Vergangenheit, der es selbst nicht angehört.

Eigene Praxis

Ich nutze Filmsimulationen als gestalterisches Mittel. Korn, Tonwerte und Farbcharakter beeinflussen die Wirkung eines Bildes. Mich interessiert weniger die genaue Nachahmung analoger Filme als die Frage, was ihre visuellen Eigenschaften in einer digitalen Aufnahme bewirken.

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