Regenbogen und Alexandersches Band
Gestaltung und Technik » Regenbogen und Alexandersches Band
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Nach einem Regenschauer erschien über Freiburg ein doppelter Regenbogen vor der Kulisse des Schwarzwalds. Zwischen dem Hauptregenbogen und dem schwächeren äußeren Bogen zeichnete sich deutlich das Alexandersche Band ab – ein dunkler wirkender Bereich des Himmels, der zu den charakteristischen Merkmalen eines doppelten Regenbogens gehört.
Im Bild scheint der Regenbogen unmittelbar hinter einem Haus anzusetzen und aus dem Bereich eines Schornsteins aufzusteigen. Von dort spannt er sich über die Stadt und führt aus dem linken Bildrand heraus. Die Verbindung von Stadtansicht, Wetterlage und Schwarzwaldkulisse verleiht der Szene ihren besonderen Charakter - das Foto zeigt einen Ausschnitt.
Das Alexandersche Band entsteht durch die unterschiedliche Lichtverteilung zwischen dem inneren und dem äußeren Regenbogen. Obwohl dieses Phänomen physikalisch bei jedem doppelten Regenbogen vorhanden ist, wird es häufig nicht bewusst wahrgenommen. Erst bei günstigen Licht- und Wetterbedingungen hebt sich der dunklere Bereich zwischen beiden Bögen deutlich vom umgebenden Himmel ab.
Eigene Praxis
Doppelte Regenbögen lassen sich nach Regenschauern bei tief stehender Sonne regelmäßig beobachten. Ein deutlich sichtbares Alexandersches Band ist dagegen seltener wahrnehmbar, da ausreichender Kontrast zwischen Himmel, Wolken und den beiden Regenbögen erforderlich ist. Bei dieser Aufnahme war das Phänomen ungewöhnlich klar ausgeprägt. Der Polfilter verstärkte die Farbsättigung und den Kontrast, während die Astia-Filmsimulation von Fujifilm die feinen Farbnuancen des Himmels ideal wiedergab.
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Veröffentlicht: 22.01.2022
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