Santiago de Compostela
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Auszug aus meinem Reisetagebuch
Santiago de Compostela ist geprägt von Heiligendarstellungen aus grauem Granit, die im Abendlicht wie stumme Zeugen einer vergangenen Epoche wirken. Die Pilger hingegen tragen oft bequeme Badesandalen und blicken mit schmerzenden Füßen etwas ratlos auf die sakralen Glaubensdarstellungen der Christenheit.
Viele von ihnen, Pilger wie Reisende, empfinden den kommerziellen Umgang mit der 'erhabenen' Heiligkeit des Pilgerziels als problematisch. Die Vermischung von religiösem Brauchtum mit kommerziellen Interessen - etwa durch den Verkauf von geschmacklosen Devotionalien wie elektische Kerzen oder Pilgermuscheln aus Plastik führen zu berechtigter Skepsis. Solche Beobachtungen sind nicht neu: Seit Jahrhunderten kritisieren Pilger, dass finanzielle Interessen den spirituellen Wert des Jakobsweges zunehmend verdrängen.
Auch meine Eindrücke bestätigen diese Wahrnehmung. Der ursprüngliche, religiöse Charakter der Pilgerreise scheint zunehmend dem Streben nach Profit zu weichen. Diese Erkenntnis hätte mich jedoch nicht überraschen sollen, da ich die Ursprünge und Motive des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela aus Geschichtsbüchern und aus der Reiseliteratur bereits kannte.
Eingangsfoto aufgenommen 2007.
Über den Autor
Hans Diego Rose
„Hallo und herzlich willkommen“. Ich bin Fotograf, Foto-Coach und Location-Scout. Gemeinsam werden wir unsere Reiseziele mit der Kamera erkunden und unsere Erlebnisse in aussagekräftige Bilder umsetzen.
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Veröffentlicht: 10.12.2024
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