AnimateurIn, Arbeiten und Leben in Spanien Gesellschaft und Leben

Animateure für Hotel, Freizeitanlagen und Clubs in Spanien. Lohn sowie Jobs für Gästebetreuer im Tourismus

AnimateurIn, Arbeiten und Leben in Spanien
AnimateurIn, Arbeiten und Leben in Spanien.
Foto: © Hans Diego Rose

AnimateurIn, Arbeiten und Leben in Spanien

Unter einen 'Traumjob' verstehen viele Arbeitssuchende die Möglichkeit der persönlichen Selbstverwirklichung in einem Job der cool ist und Spaß macht.

Viele Arbeitgeber versuchen mit der poppigen Bezeichnung 'Traumjob' ein wenig attraktives Jobangebot aufzupeppen.



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Traumjob AnimateurIn

Auf der einen Seite haben die meisten Animateure eine positive Meinung von ihrer Arbeit. Auf der anderen Seite geben sich viele Animateure keiner Illusion hin. Vor allem jene Animateure, die längere Zeit im Animateurberuf arbeiten, machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Problematisch sind folgende Punkte:

- Die Entfremdung vom heimischen Arbeitsmarkt.

- Der geringe Lohn der keine Rücklagen zulässt.

- Fehlende Arbeits- und Zukunftsperspektiven.

- Die Sorge vor sozialen Abstieg und Altersarmut.

Die Freude im Ausland als Animateur zu arbeiten weicht im Alltag bald der Realität. Solange enge Kontakte zu Freunden oder zur Familie in der fernen Heimat existierten und diese durch regelmäßige Besuche gefestigt werden, ist die Sorge weniger ausgeprägt. Das ändert sich jedoch mit zunehmender Distanzierung zur Heimat. Umgekehrt bilden einige Animateure in ihrem neuen Umfeld dauerhafte soziale Kontakte. Wer im Ausland seinen festen Lebenspartner findet, bleibt daher häufig ganz im Ausland.

Sommerjob als AnimateurIn in Spanien

Geboten wird zumeist:
- Gehalt: Etwa 800 Euro monatlich.

- Arbeitszeit: Bis zu 15 Stunden Tag.*

- Unterkunft: Zumeist als gemeinschaftlich genutztes Apartment.

- Verpflegung: Zumeist drei Mahlzeiten täglich.

- Urlaub: Etwa 30 Tage pro Jahr.

- Arbeitszeitraum: Zumeist März bis Oktober.

- Anreise: Häufig kostenfreie Anreise.

- Anmeldung: Zumeist über den AG bei der spanischen Sozialversicherung.

- Haftpflichtversicherung: Zumeist über den AG gegen Arbeitsunfälle.

- Verbote: 'Kein Sex mit Gäste'. Keine Piercings. Kein Alkohol (…).

* Vertraglich wird meist eine geringere Stundenzahl vereinbart. Mehrarbeit, wie unbezahlte Überstunden und 6 Tage Woche, werden zumeist erwartet.


Vom Gehalt häufig abgezogen:
- Krankenversicherung: Je nach Land 100 - 150 €.

- Uniform / Kleidung: Je nach AG 100 - 140 €.

- Steuern: Beim Finanzamt nachfragen.

Realistisch sind dies Netto weniger als der Mindestlohn in Deutschland. Alles nur eine Frage der positiven Einstellung sagen viele Arbeitgeber. Man arbeite wo andere Urlaub machen. 15 Stunden als Animateur sind schließlich keine 15 Stunden Fabrikarbeit. Die Kosten für den Lebensunterhalt sind doch in Ländern wie Spanien niedriger als in Deutschland. Vor allem 'Newbies' mit wenig Erfahrung glauben an dieses Lebenskonzept der prekären Freiheit.

Qualifikation und Einsatz

- Alter: Zwischen 18 und 35 Jahre.

- Persönliche Einstellung: Positiv und Lebensoffen.

- Stressresistent: Auch bei alkoholisierten / aufdringlichen Gästen.

- Showtalent: Tanz und Gesang

- Einsatzbereitschaft: Auch für Regionen in die man eigentlich nicht wollte.

Vorsicht vor unseriösen Arbeitgebern (AG)

Wichtig ist, ob der AG auch weitere Fertigkeiten, wie den Erwerb von Sprachkenntnissen ermöglicht. Denn die Fortbildung kostet Geld und Zeit. Übernimmt der AG die Kosten spricht dies für eine gewisse Wertschätzung. Lassen Sie sich auf keine mündliche Zusagen ein. Besser ist die Regelung zur Ausbildung im Vertrag schriftlich zu fixieren. Achtung wenn vorab eine Gebühr, wie z. B. für Reisekosten, Animations- oder Sprachkurse verlangt wird. In diesen Fällen ist das Angebot häufig unseriös.

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Schlagworte: Animateur, AnimateurIn, Arbeiten, Leben, Spanien, Hotel, Freizeit, Clubs, Lohn, Jobs, Gästebetreuer, Tourismus

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