Bestattung oder Überführung Verstorbener Gesellschaft in Spanien

Eine mögliche Alternative zur Bestattung in Spanien ist den Verstorbenen in der Heimat beizusetzen

Bestattung oder Überführung Verstorbener
Bestattung oder Überführung Verstorbener.
Foto: © Hans Diego Rose

Bestattungskultur in Spanien

Die Bestattungskultur in Spanien ist traditionell durch christliche Praktiken geprägt. Dennoch äußern viele Deutsche den Wunsch, sich in der Heimat beisetzen zu lassen. Das gilt auch für Todesfälle im Urlaub.



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2018 / 2019, SPANIEN / DEUTSCHLAND

Todesfall im Urlaub

Die Überführung eines Verstorben ist mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden. Sprechen Sie Ihren Reisebegleiter oder Lebenspartner auf das Thema an und halten Sie schriftlich fest, was in einem Todesfall geschehen sollte. Dieser ist dann in der Lage, in dieser schmerzlichen und emotional belastenden Situation, die von Ihnen gewünschte Schritte einzuleiten. Sie sollten wissen, problematisch wird es dann, wenn Sie keine Vorkehrungen getroffen haben. Informieren Sie sich daher schon vor einer Reise, ob ihre Auslandskrankenversicherungen bei einem Todesfall die Kosten für die Rückführung übernimmt.

Schritte bei einem Todesfall in Spanien

1. Rufen Sie einen Arzt, der den Tod feststellt.

2. Sie erhalten die ärztliche Sterbeurkunde. Es ist das offizielle Dokument, das den Tod der Person belegt.

3. Benachrichtigen Sie die Lebensversicherung und/oder Krankenkasse des Verstorbenen. Diese informiert Sie über weitere Schritte. Zum Beispiel darüber, ob ein Auslandskrankenschutz besteht der ggf. die Kosten für eine Rückführung übernimmt.

4. Informieren Sie das deutsche Konsulat und holen Sie sich Informationen zur Rückführung, zur Eintragung des Todes im Zivilstandsregister oder die Anfertigung beglaubigter Übersetzungen beim Notar.

5. Informieren Sie Angehörige, Freunde und Bekannte des Verstorbenen.

6. Es folgt die Eintragung des Todes im Zivilstandsregister. Diese muss innerhalb von 24 Stunden nach dem Tod beim Zivilstandsamt der Gemeinde, in der der Tod eingetreten ist, abgegeben werden. Dabei muss die ärztliche Sterbeurkunde vorgelegt werden. Fehlt diese, wird keine Bestattungslizenz ausgestellt.

7. Nach Erhalt der Sterbeurkunde und Registrierung des Todes kann die Leiche nun begraben, eingeäschert oder in die Heimat rückgeführt werden.

8. Beauftragen Sie ein Bestattungsunternehmen für die Beerdigung oder die Rückführung in die Heimat.

Wichtiger Hinweis

Ein Todesfall ist eine schmerzliche und emotional belastende Situation. In dieser Situation sollten Sie möglichst früh Hilfe einholen. Unterschreiben Sie auch keine Dokumente, deren Inhalte Sie nicht verstehen und lassen Sie sich nicht bedrängen. Bitten Sie einen Freund oder Freundin zu sich. Gemeinsam bestehen Sie diese Belastung besser.

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