Brennweiten in der Fotografie Foto-Praxis: Fotokurs

Der Begriff Brennweite wird in der Fotografie häufig benutzt. Unterschieden wird bei den Objektiven zwischen festen und variablen Brennweiten

Kleine Brennweite in der Fotografie
Kleine Brennweite in der Fotografie.
Foto: © Hans Diego Rose

Erklärung: Brennweite

Jedes Objektiv besitzt eine Brennweite. Manche Objektive besitzen eine feste Brennweite. Andere Objektive eine variable Brennweite. Bei einem Objektiv mit variabler Brennweite kann das Motiv näher herangeholt (vergrößert oder gezoomt) werden. Das geht bei einem Objektiv mit einer festen Brennweite nicht. Objektive mit einer festen Brennweite sind daher in ihrer Nutzung eingeschränkt. Ihr Vorteil liegt jedoch in einer häufig besseren Lichtstärke und einen häufig niedrigeren Preis. Brennweiten um 50 mm (Normalobjektiv) oder 18-55 mm (Standard-Zoom) eignen sich gut für Landschaftsaufnahmen. Größere Brennweite, für ein Standard-Tele-Zoom (55-200 mm) oder für ein Reisezoom (18-200 / 270 mm), für entfernte Motive, die 'herangeholt' werden sollen. Zoom-Objektive sind in der Regel teurer, haben ein höheres Gewicht und eine geringere Lichtstärke. Der Vorteil von einem Zoom-Objektiv: Sie müssen ihr Objektiv seltener wechseln, können schnell auf wechselnde Motive reagieren und sie vermeiden, dass der Sensor durch häufigen Objektivwechsel verschmutzt wird.



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Fotoobjektive nach Brennweite

Fotoobjektive können nach ihrer Brennweite in vier Klassen unterteilt werden. Darüber hinaus existieren weitere Spezialobjektive.

Fischaugenobjektiv - Sehr kleine Brennweite, Blickwinkel um die 180°. Bild häufig mit deutlich erkennbaren Verzeichnungen.

Weitwinkelobjektiv - Brennweite 28 mm und 38 mm. Blickwinkel zwischen 60° und 75°. Geringe Verzerrungen. In der Reisefotografie gerne verwendet.

Normalobjektiv - Brennweite 50 mm. Entspricht unseren Blickwinkel. Wird gerne in der Architekturfotografie verwendet.

Teleobjektiv - Brennweite ab 100 mm. Je nach Blendenöffnung geringe Tiefenschärfe. Bild wirkt bei größeren Zoom zudem zunehmend gestaucht.

Optischer gegen digitalen Zoom und der Crop-Faktor

Optischer Zoom - Bei den Brennweiten sollte nur der optische Zoom als Vergleich genommen werden. Nur beim optischen Zoom verändert sich bei unterschiedlichen Zoomstufen die Bildqualität kaum. Der optische Zoom kann sehr einfach berechnet werden: Maximale Brennweite teilen durch die minimale Brennweite. Z.B. 30.5mm / 6,1mm ergibt einen 5-fach Zoom. Natürlich sagt das aber nichts über die Brennweite. Denn 1 - 50mm Brennweite sind etwas anderes als 100 - 500mm Brennweite.

Digitale Zoom - Beim digitalen Zoom vergrößern Sie die Aufnahme auf Kosten der Bildqualität. Ein digitales Zoom ist im Grunde nichts anderes als das Vergrößern mit der Lupe am Computer und sagt nichts über die wahre Brennweite ihres Objektivs.

Grop Faktor - Viele Kameratypen verfügen über verschiedene Sensorformate. Der Vergleich mit der Brennweite macht hier wenig Sinn. Besser ist der Vergleich über den Crop-Faktor - kleinbildäquivalente Brennweiten. Angaben über die Sensorgröße erhalten Sie über den Hersteller oder dem Verkäufer der Kamera. Ein Beispiel: 6.1-30.5mm // 1: 1.8-2.8 // 5x Zoom. 30.5mm wäre ein Fischauge. Die Canon G16 hat aber kein Fischauge. Der Grund liegt in ihren kleinen Sensor. In der 35mm Äquivalenz hat sie damit eine Brennweite von 28-140 mm.

Große Brennweite in der Fotografie
Große Brennweite in der Fotografie.
Foto: © Hans Diego Rose

Objekttypisch sind folgende Eigenschaften

Folgende Eigenschaften sind für Brennweiten typisch:

Große Brennweite - Enger Blickwinkel. Das Bild wirkt wie gestaucht. Das Motiv tritt in den Vordergrund (siehe erstes Foto).

Kleine Brennweite - Großer Blickwinkel. Das Bild gewinnt an Raumtiefe. Das Motiv verschmilzt mit dem Hintergrund (siehe zweites Foto).

Einfaches Beispiel. Fokussieren Sie den Mond. Bei einer kleinen Brennweite (Weitwinkel) ist der Mond kaum zu erkennen. Bei einer großen Brennweite (Zoom- oder Teleobjektiv) tritt der Mond stärker hervor. Bei einer noch größeren Brennweite sehen Sie nur noch einen Ausschnitt des Mondes. Der Blickwinkel ist geringer.

Foto-Praxis

In der Praxis ist alles viel einfacher. Statt Theorie empfiehlt sich ein Fotografie-Kurs. Hier wird Ihnen alles praxisnah erklärt werden. Das kann sich lohnen: Denn Objektive haben ihren (hohen) Preis. Eine einfache Faustregel lautet. Das Kameragehäuse sollte so viel kosten wie das Objektiv. Kostet die Kamera 1000 Euro dann sollte jedes ihrer Objektive in der gleichen Preisklasse spielen.

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Rubrik:
Schlagworte: Brennweiten, Fotografie, Blickfeld, natürliche Brennweite, 50 mm, Objektive, Zoom, Weitwinkel, Teleobjektiv, Fischauge, Normalobjektiv

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