Manueller Weißabgleich Foto-Praxis: Reiseaufnahmen

Der automatische Weißabgleich (AWB) und die Belichtungsautomatik einer Digitalkamera kann das Umgebungslicht in extremen Fällen falsch einschätzen

Manueller Weißabgleich
Manueller Weißabgleich.
Foto: © Hans Diego Rose

Manueller Weißabgleich

In der Regel funktioniert der automatische Weißabgleich der Digitalkameras sehr gut. In Fällen, wo der Farbabgleich von der Digitalkamera jedoch falsch eingestellt wird, muss manuell nachgestellt werden - was heutzutage aber nicht mehr ganz so tragisch ist. Bei modernen Digitalkameras ist die richtige Einstellung mit ein paar Tipps kein Problem.

Und das Beste: Der nachträgliche Weißabgleich kann auch im Nachhinein über eine (kostenfreie) Bildbearbeitungssoftware am Computer weitgehend problemfrei und komfortabel erfolgen.



Die Farbe des Lichtes

Die Farbe des Lichts (»Farbtemperatur«) verändert sich je nach Tages- und Nachtzeit. Auch das Nachtlicht besteht je nach Lichtquelle aus verschiedenen Farbtemperaturen (Kelvin). Das Licht der Glühbirne besitzt etwa 2700 Kelvin. Die Sonne bei wolkenlosen Himmel besitzt eine Farbtemperatur von etwa 6000 bis 10.000 Kelvin. Das Mondlicht nur 4000 Kelvin. Der Weißabgleich der Digitalkameras funktioniert in diesen Bereichen sehr gut. Probleme tauchen aber häufig bei Farbtemperaturen unterschiedlicher oder künstlicher Lichtquellen oder zum Beispiel im gleißenden Weiß des Schnees auf. Hier kommt der manuelle Weißabgleich ins Spiel.

Manuelle Weißabgleich

Sie müssen die Farbtemperaturen nicht kennen. Ihre Kamera verfügt über Einstellungen um auf verschiedene Lichtverhältnisse reagieren zu können. Da sind einmal die normalen Motivprogramme für normales Tageslicht, Wolkig, Kunstlicht, Leuchtstoff, Leuchtstoff H, Blitz, Unterwasser (...). Der einfachste Weg den Weißabgleich richtig einzustellen ist eine weiße Fläche als Referenzpunkt zu nehmen und die Programme durchzuprobieren. Sobald die Fläche weiß erscheint ist der Weißabgleich mehr oder weniger gelungen. Eine Graukarte ist hier nicht nötig. Der Zeitaufwand sehr niedrig.

Weißabgleich mit weißen Papier oder Graukarte

In den Fällen wo sich keine weiße Fläche im Bild befindet kann der Weißabgleich mit einem weißen Papier erfolgen. Legen Sie dazu ein weißes Papier zum Motiv, nehmen Sie das Papier formatfüllend auf und gehen Sie die Schritte der Weißabgleich-Einstellungen Ihrer Kamera durch. Wichtig ist dabei den Winkel und damit den Lichteinfall der Aufnahme nicht zu ändern.

Weißabgleich mit einer Graukarte
Da Papier nicht immer weiß und je nach Beschichtung das Licht reflektieren kann, ist der Weißabgleich mit einer neutralen Weißabgleichkarte oder einer Graukarte idealer.

Weißabgleich mit Bildbearbeitungssoftware

Die Schritte für den Weißabgleich sind von Kamera zu Kamera unterschiedlich. Einfach und bequem ist aber die Möglichkeit den Weißabgleich im Nachhinein mit einer Bildbearbeitungssoftware durchzuführen.

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