Quallenplage im Mittelmeer Gesellschaft in Spanien

Badeverbote und Badewarnungen wegen der Portugiesische Galeere an der Mittelmeerküste Spanien

Quallenplage im Mittelmeer
Quallenplage im Mittelmeer.
Foto: © Hans Diego Rose

Quallenplage im Mittelmeer

Immer wieder müssen Badeurlauber behandelt werden, nachdem diese mit der Portugiesischen Galeere (carabela portuguesa, fragata portuguesa, agua mala, botella azul oder falsa medusa) in Berührung kamen. Betroffen waren unter anderem die Mittelmeerstrände Spaniens an der Küste vor Málaga, Granada, Almeria und Murcia. Allerdings ist die Portugiesischen Galeere eher im Atlantik, zum Beispiel an der Atlantikküste südlich von Cadiz oder vor den Kanaren anzutreffen. Im Mittelmeer sollte es sie eigentlich nicht geben. Statt auf die Portugiesischen Galeere, wird der Badende eher auf Schirmquallen ('Echte Quallen'), wie die Leuchtqualle (Feuerqualle) treffen.



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Aktuelle Informationen

Die Tentakeln der Portugiesischen Galeere sind gefährlich. Die Berührung sehr schmerzhaft. Wer aber von einer tödlichen Gefahr an Spaniens Küsten spricht, übertreibt etwas. Bei Allergien besteht dennoch Lebensgefahr.

Quallen im Mittelmeer - Nesseltiere, Leuchtquallen treiben mit der Strömung. Ihr Auftreten ist nur schwer vorhersehbar. Nessel-Verbrennungen sind äußerst schmerzhaft. Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Schwindel, Kreislaufprobleme, Hautrötungen und im Extremfall der Tod. Größere Schwärme sind im Hochsommer zu erwarten. Die kleinen, nur wenige Zentimeter großen Quallen, sind durchsichtig und im Wasser nur schwer zu erkennen. Die Tentakel werden zwar mehrere Meter lang, sind aber ebenfalls kaum zu sehen.

Quallenwarnung - In den betroffenen Küstenregionen werden Fischerboote ausgeschickt um Quallen zu sammeln. Flugzeuge sollen Quallenschwärme beobachten. Strandgeher gestrandete Quallen beseitigen. Strandbesitzer und andere Betreiber werden auf eine kostenlose Handynummer verwiesen. Die Nachwahl 0 für keine Quallen. Die 1 für einige und die 2 für eine Plage. Bei Quallenalarm wird den Badeurlauber geraten vorsichtig zu sein. Vor allem wenn an seinem Strandabschnitt bereits eine Warnung oder gar ein Badeverbot ausgesprochen wurde. Im letzteren Fall sollte der Urlauber lieber auf das Baden verzichten.

Prognose - Prognosen sind nur für die nächsten 4 - 7 Tage erhältlich. Für den nächsten Monat oder gar für die nächsten Jahre sind dagegen keine Vorhersagen möglich.

Was tun bei Quallenkontakt

★ Ruhe bewahren, keine Panik! Helfer sollten das Opfer beruhigen.

★ Die Haut nach Nesselkapseln absuchen die noch nicht gezündet haben. Dabei Handschuhe benutzen.

★ Reste vorsichtig mit einem nicht zu scharfen Gegenstand abkratzten. Mit trocknen Sand bestäuben und den letzten Rest zusammen mit dem Sand abkratzen (nicht reiben). Nicht mit dem Handtuch rubbeln.

★ Mit Salzwasser gut spülen um verbliebene Tentakeln zu beseitigen. Da dabei die Nesseln wieder aktiv werden können sollte dies erst geschehen wenn möglich viel Entfernt wurde.

★ Die verbrennungsartigen Wunden mit einem dichten Eisbeutel kühlen.

★ Süßwasser, Essig oder Alkohol auf der Haut sind ungeeignet!

★ Einen Arzt aufsuchen.

★ Bei Kreislaufstörungen, Herz- und Atemstillstand sofort die Ambulanz rufen (lassen). Herzmassage hat Priorität vor der Mund-zu-Mund-Beatmung.

Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimawandel

Die Quallenplage ist ein Umweltproblem. Ein Hinweis wie es um das ökologische Gleichgewicht der Meere bestellt ist. Statt der Folgen sollten Ursachen wie Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimawandel beseitigt werden. Bei dem Eingangsfoto oben handelt es sich um eine Rhizostoma pulmo (Lungenqualle).

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Rubrik:
Schlagworte: Quallenplage, Mittelmeer, Portugiesische Galeere, Badeverbote, Badewarnungen, Kanaren, Atlantikküste, Leuchtqualle, Feuerqualle

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