Römische Bauwerke in Hispanien Baustil und Formen

Das Imperium Romanum hinterließ in Hispanien zahlreiche kolossale Bauwerke. Mit einer Fotoreise zu der römischen Architektur von der Römischen Republik bis zur Kaiserzeit

Römische Bauwerke in Hispanien
Römische Bauwerke in Hispanien.
Foto: © Hans Diego Rose

Römische Bauwerke in Hispanien

In Spanien sind zahlreiche antike Bauwerke aus der Zeit des Imperium Romanum zu besichtigen. Darunter sind: Wohnhäuser, Amphitheater, Aquädukte, Triumphbögen, Foren, Basiliken, Thermen, (…). Anhand der Beispiele römisch-antiker Architektur, lassen sich römische Bau- und Kunststile der Iberischen Halbinsel Hispanien (Hispania), der Provinzen Baetica, Lusitania, Gallaecia, Tarraconensis, Carthaginiensis, studieren.



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Blütezeit römischer Baukunst

Die Blütezeit römischer Architektur begann unter den ersten römischen Kaiser Augustus (Gaius Octavius) im Jahr 30 v. Chr.. Er gab Befehl, Rom - die ewige Stadt - von einer 'Stadt aus Backstein in eine Stadt aus Marmor' umzubauen. In dieser Zeit entstanden die Hauptmerkmale der antiken römischen Baukunst, als eine Weiterentwicklung aus dem klassisch griechischen Gliederbau. Zu der griechischen vertikalen und horizontalen Gliederung kamen römische Rundbögen. Zudem erweiterten die antiken Baumeister die griechischen Säulenordnungen um die der römischen Säulenordnung (toskanische und die komposite Ordnung).

Römische Kunst und Leben in Hispanien

Wer in die neuen spanischen Provinzen Roms versetzt wurde, suchte die kulturellen Errungenschaften und Gepflogenheiten römischen Lebens so gut wie möglich beizubehalten. Wohlhabende Bürger errichteten Bauwerke nach römischen und griechischen Vorbild. In den Städten Mérida, Tarragona (…) finden sich aus diesem Grund die Ruinen imposanter römischer Wohnhäuser, Aquädukte, Brücken, Triumphbögen, Amphitheater (…) die nach Vorbild römischer Bautradition entstanden. Die Iberische Halbinsel war vollkommen in das römische Reich integriert. Die romanisierte Bevölkerung verfügte etwa ab dem 74 n. Chr. das römische Bürgerrecht als besonderes Privileg.

Woran sind römischer Bauwerke zu erkennen

Die Unterscheidung dürfte leicht fallen. Griechische Bauwerke sind in Spanien nicht mehr vorhanden. Islamische Bauwerke unterscheiden sich vollkommen von römischen und romanischen Bauwerken. So gehörten Hufeisenbögen definitiv nicht zur römischen Welt.

Beispiele römischer Bauwerke in Spanien

Römische Architektur findet sich in ganz Spanien. Sie belegen den Aufstieg der römischen Provinz Hispanien zur wichtigsten Provinz im Römischen Reich. In einer Zeitspanne von 218 v. Chr., bis zur Machtübergabe an die Goten im Jahr 376 n. Chr., bauten römische Architekten die militärische und zivile Infrastruktur sukzessiv aus. Gelistet sind unten die wichtigsten römische Architekturbeispiele deren Besuch sich lohnt.

Aquädukt von Segovia - Das Acueducto de Segovia ist eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke der iberischen Halbinsel. Ein absolutes Muss. Sehenswert sind aber auch die Altstadt und der Alcazar von Segovia.

Archäologische Stätte in Merida - Die archäologische Stätte von Merida ist eine der wichtigsten und umfangreichsten archäologischen Stätten Spaniens. Das römische Erbe wurde 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auch diese Sehenswürdigkeit ist ein absolutes Muss.

Ruinenstadt Baelo Claudia, Cádiz - Nahe der andalusischen Stadt Tarifa liegen im Naturpark der Meerenge die Ruinen der von den Römern im 2. Jahrhundert v. Chr. gegründeten Stadt Baelo Claudia. An der Küste wurde Salz- und Garum gewonnen. Zu sehen sind die Ruinen des alten Theaters - Kapazität für 2.000 Personen - sowie mehrere Tempel und Gebäudereste. Baelo Claudia ist nicht nur wegen der sehr schönen Lage an einen langen hellen Sandtrand einen Besuch wert.

Römisches Theater von Cartagena - Neben dem römischen Theater ist das Museum des Theaters sehenswert. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten zu Beginn des 21. Jahrhunderts lassen das römisches Theater von Cartagena im neuen Licht erscheinen.

Ruinen von Ampurias, Girona - Ampurias bestand aus aus drei Teilen. „Altstadt“ (Palaiapolis) und Neustadt (Neapolis) sind antik griechisch (ionisch). Die Municipalstadt dagegen antik römisch. Die archäologische Ausgrabungsstätte liegt am Mittelmeer. Von Ampurias aus begannen die Römer die Romanisierung Hispaniens. Ausgangspunkt war der zweite Punische Krieg im Jahr 218 v. Chr. gegen Karthago.

Minas de Las Médulas, León - Die Bergwerke der Médulas waren eine der wichtigsten Goldminen im Römischen Reich. Die Förderung von Gold begann unter Kaisers Augustus. Der Historiker Plinius der Ältere berichtet in seiner 'Naturalis historia' von den Goldminen und betont die harten Bedingungen und die sehr hohe Sterberate unter den Sklaven. Das schöne Areal liegt im Herzen der Region Bierzo.

Antikes Erbe in Spanien
Das antike Erbe der Iberer, Kelten, Phönizier, Griechen, Karthager und Römer ist in Spanien an vielen Orten gegenwärtig. Jedoch haben nur die Römer monumentale Architektur hinterlassen.

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Schlagworte: Fotoreise, Römische, Imperium Romanum, Bauwerke, Hispanien, Baustil, Formen, Römische Reich, kolossale, Bauformen, Architektur, Römischen Republik, Kaiserzeit

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