Romanische Bauwerke in Spanien Architektur und Baustile

Fotoreise zur Romanik und ihrer Formensprache. Erleben Sie die charakteristischen Architekturmerkmale dieser Stilrichtung

Romanische Bauwerke in Spanien
Romanische Bauwerke in Spanien.
Foto: © Hans Diego Rose

Romanische Bauwerke in Spanien

Die Architektur der Romanik erreichte Spanien über die ersten christlichen Königreiche, die nach der arabischen Invasion in der nördlichen Iberischen Halbinsel entstanden. Aus diesen Grund finden sich die ältesten romanischen Bauwerke in Nordspanien oder an den pyrenäischen Grenzregionen zum Königreich Frankreich. Französische und arabische Handwerker bereicherten die Ästhetik der romanischen Bauwerke die in Spanien entstanden.



Begriff 'romanisch' in der Architektur

Der Begriff romanischer Architekturstil - sinngemäß 'im römischen Stil' - entstand um 1824. Er steht für die europäische Architektur des 11. und 12. Jahrhunderts. Typisch für den Baustil der Romanik ist die Übernahme der antiken römischen Architektur mit Elemente wie Rundbögen, Pilaster, Säulen und Arkaden. Der romanische Stil entstand nach dem Niedergang des Imperium Romanum und dem damit einhergehenden Niedergang in der Baukunst. Der romanische Baustil hatte aber nicht nur das Kopieren der antiken römischen Vorbilder als Ziel. Im Gegenteil. Neue Wert- und Glaubensvorstellungen ließen mit der Zeit neue Ideen und Bauwerke erschaffen. Das Wissen über die byzantinische, karolingische und ottonische Baukunst wurde einbezogen. Die Blütezeit der Romanik lag um 1050 - 1150.

Typische Merkmale romanischer Bauwerke

Massive, wuchtige und geduckte Bauform. Kleine Fenster. Dicke Mauern. Fenster und Eingänge mit Rundbögen überwölbt. Fenster häufig durch Zwischensäule in mehrere Fensterbögen unterteilt. Ornamentik dezent eingesetzt. Runde, quadratische oder rechteckige Türme. Das Turmdach häufig steil und spitz. Das Turmdach sollte das schwerfälligen Langhaus beziehungsweise Querhaus durch die Vertikale auflockern.

Puerta de la Almoina. Kathedrale von Valencia
Puerta de la Almoina. Kathedrale von Valencia.
Foto: © Hans Diego Rose

Typisch für viele Bauwerke. Das Hauptportal wurde zumeist im gotischen Architekturstil umgestaltet. Dagegen blieben die Seitenportale häufig im ursprünglich gotischen Architekturstil erhalten.

Detailainsicht, Puerta de la Almoina. Kathedrale von Valencia
Detailainsicht, Puerta de la Almoina. Kathedrale von Valencia.
Foto: © Hans Diego Rose

Beispiele der Romanik in Spanien

Hier sind die - in meinen Augen - wichtigsten Beispiele romanischer Architektur in Spanien.

Catedral de Jaca
Provinz: Huesca.
Autonome Gemeinschaft: Aragonien

Catedral de Santiago de Compostela
Provinz: A Coruña.
Autonome Gemeinschaft: Galicien

Catedral de Zamora
Provinz: Zamora.
Autonome Gemeinschaft: Kastilien und León

Colegiata de Toro
Provinz: Zamora.
Autonome Gemeinschaft: Kastilien und León

Colegiata de Santa Juliana en Santillana del Mar
Provinz und Autonome Gemeinschaft Kantabrien

Iglesia del Monasterio de San Salvador de Leyre
Provinz und Autonome Gemeinschaft Navarra

Iglesia de Santa María de Eunate
Provinz und Autonome Gemeinschaft Navarra

Iglesia de Santa Coloma de Albendiego
Provinz: Guadalajara.
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-La Mancha

San Clemente de Tahüll
Provinz: Lleida.
Autonome Gemeinschaft: Katalonien

Monestir de Santa Maria de Poblet
Provinz: Tarragona.
Autonome Gemeinschaft: Katalonien

Zumeist Sakralarchitektur
Wie die Beispiele zeigen ist die romanische Baukunst zumeist in der Sakralarchitektur erhalten geblieben. Romanische Verteidigungsanlagen wurden dagegen zumeist durch Kriegshandlungen zerstört. Eine große Ausnahme ist die Stadtmauer von Ávila.

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Schlagworte: Romanische, Bauwerke, Spanien, Fotoreise, Architektur, Merkmale, Baustile, europäisch

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