Stierkult in Spanien Gesellschaft in Spanien

Stierkult der europäischen Mythologie seit der Antike. Von Höhlenmalereien, Stierskulpturen zur Mondsichelmadonna

Stierkult in Spanien
Stierkult in Spanien.
Foto: © Hans Diego Rose

Stierkult in Spanien

Der schwarze Stier galt schon früh als heiliges Tier aber auch als Sinnbild dämonischer Kräfte. Stierkulte wurden auf der gesamten Iberischen Halbinsel praktiziert. Dabei handelte es sich um harmlose Riten aber auch um blutige Opferkulte (Stiertötung). Die Ursprünge der einzelnen Kulte liegen im Nebel unserer Menschwerdung. Zeugnisse sind die Höhlenmalerei der Höhle von Altamira, die Toros de Guisando aus dem 5. bis 3. Jahrhundert v. Chr. oder der Mithra-Kult der griechisch-römischen Welt des 2./3. Jahrhunderts. Im Christentum findet sich das Symbol in der christlichen Ikonografie 'Maria mit Mondsichel' (Mondsichelmadonna). Die heidnische Mondsichel, als Stierhorn im Mondkult der frühen Mutter-Göttinnen, Leben und die Wiedergeburt symbolisierend, wurde vom Christentum als Symbol aufgegriffen.



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Ursprung des Stierkampfs

Der Ursprung des Stierkampfs ist umstritten. Ihre Regeln hat sie in den Stierkampfarenen von Ronda, Málaga und Sevilla erhalten. Wie in den Stierkulte der europäischen Mythologie ist auch hier der Stier ein uraltes Symbol der Kraft und der Fruchtbarkeit. Der Kirche im Mittelalter, die ihre 'Kinder' lieber in der Kirche als in der Stierkampfarena sehen wollte, war das heidnische Ritual ein Dorn im Auge. Verbieten konnte sie diese heidnischen Praktiken jedoch nicht. Aus diesem Grund wurden in Spanien die Stiere in zahlreiche christliche Feste, Bräuche und Traditionen übernommen.

Keine Rechtfertigung!

... für Tierquälerei.
Aber ist der Tod in der Arena,
anders als im Schlachthof,
für den Stier nicht würdevoller?

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