Desamortisation in Spanien Geschichte der Demokratie

Die Aufhebung kirchlicher und adliger Grundherrschaft, war ein wichtiger sozioökonomischer Schritt, um die Ländereien der so genannten 'Toten Hand' veräußern zu können

Desamortisation in Spanien (Symbolfoto)
Desamortisation in Spanien (Symbolfoto).
© Hans Diego Rose

Desamortisation in Spanien

Die 'Aufhebung' und Veräußerung kirchlicher und adliger Grundherrschaft, war ein wichtiger sozioökonomischer Schritt, um die Ländereien der 'toten Hand' veräußern zu können.



Desamortisation 1798 bis 1808

Schon ab 1798 bis 1808 fand in Spanien eine Desamortisation statt. In deren Verlauf wurden zahlreiche Besitztümer der Kirche säkularisiert. Ziel der Regierung war den durch Kriege und Verschwendung aufgehäuften enormen Schuldenberg zu tilgen. Dazu wurde sogar Kirchtümer in Amerika verkauft. Die Krone mit ihren Günstling Godoy verlor durch diese Maßnahme bei Klerus und Adel viel an Sympathie. Dies führte zu einem vorläufigen Ende der bourbonischen Herrschaft in Spanien.

Desamortisation 1830

Anders dagegen die Desamortisation um 1830. Hier standen die radikalen Vorstellungen von einer Volkssouveränität im Vordergrund. Durch die Enteignung und den Verkauf kirchlicher, adliger und kommunaler Besitztümer sollte der Besitz der 'toten Hand', ab den 1830er Jahren unter Juan Alvarez Mendizábal, auf den Kapitelmarkt geworfen werden. Ziel war aber auch hier den Staatsbankrot zu verhindern. Gewinner waren wohlhabende bürgerliche Schichten und hochrangiges Militär. Als neue Großgrundbesitzer kauften sie sich beim verarmten Landadel einen Adelstitel und trugen damit in ihren Namen einen Adelstitel. Da durch die Desamortisation Schuldner bedient wurden, profitierten nur besitzende Schichten von diesen Maßnahmen.

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