La Movida Madrileña Geschichte Spanien 1977–1985

Beginn und Ende der spanischen Kulturrevolution. La Movida Madrileña, (die Madrider Bewegung), ist nach dem Tod des Diktator Franco, als wilde Jugendbewegung mit Kunst, Film, Musik und Mode bleibend in die Geschichte eingegangen

La Movida Madrileña
La Movida Madrileña.
© Hans Diego Rose

La Movida Madrileña

Die Movida Madrileña war ein kulturelles Phänomen. Ein wilder Haufen Musiker, Künstler, Designer, Regisseure und Hedonisten. Dazwischen die ausgelassene Subkultur der 1980er Jahre, welche mit Drogen, Alkohol und wechselnden sexuellen Partnern die Madrider Nächte durchfeierten. Zum ersten Mal nach Francos Tod, dem Ende des Franquismus, konnte sich die jugendliche Subkultur in Madrid austoben. Eine kulturelle Explosion mit 'Rock en Español', deren Erbe, die Ruta Destroy (Ruta del Bakalao oder movida valenciana), ihre indirekte Fortsetzung in der 'Transición Española' hatte. Für die Einen war die Movida Madrileña ein Haufen langhaariger Hippiepenner und gottlose Punks, für die Anderen die Vanguardia Cultural Española.



Movida in Madrid

Der Begriff Movida Madrileña wurde erst Jahre später als Etikettierung genutzt. Movida übersetzt Bewegung. Vida übersetzt Leben. Das Leben bewegt sich: 'El movimiento de la vida'. Zur Zeit der Movida hieß die Bewegung wesentlich schlichter: 'La Nueva Ola en Madrid'.

Anfang und Ende der Movida

General Franco stirbt 1975 - Beginn der Movida.

Striptease 1976 - Der Striptease auf der Plaza Dos de Mayo war ein Zeichen für den revolutionären jugendlichen Geist.

Enrique Tierno Galván - Enrique Tierno Galván wird 1979 Bürgermeister von Madrid. Der neue Bürgermeister ist ein ehemaliger Professor für Marxismus der 1965 aus der Universität geworfen worden war, weil er die Studentenproteste gegen das Francoregime unterstützte. Enrique Tierno Galván wurde für seine offene und lebensbejahende Einstellung in der Movida sehr geschätzt. Seine liberale Amtsführung ermöglichte die neue liberale politische Stimmung in Madrid.

Pedro Almodóvar - Pedro Almodóvar 1980 erster Film. Pedro Almodóver Filmregisseur und Oscar-Preisträger. In seinen Filmen zeigt er das neue schräge Spanien mit Huren, Transvestiten, Homosexuelle, hysterische Hausfrauen und Geliebten. 1986 erscheint 'La ley del deseo' - 'Das Gesetz des Verlangens' über homosexuelle Liebe. Weitere Filme von Pedro Almodóvar wie 'Mujeres al borde de un ataque de nervios' werden zu den mayores éxitos del cine español. María Barranco, Rossy de Palma, Julieta Serrano y Carmen Maura oder natürlich Penelope Cruz weltberühmt.

Luna erscheint 1982 - Zeitschrift und Sprachrohr der Movida.

Karneval 1982 - Erster Karneval seit Francos Tod.

El Travelling, 1983 - Bekannteste Movida-Bar in Madrid. Beginn des Punk in Spanien. Berühmt der Nachtclub Rock Ol. Treffpunkt von Jesús del Pozo, Adolfo Domínguez (Modedesigner), Ouka-Lele (Fotografin und Galeristin der Moriarty-Galerie) oder Ceespe. Wichtige Movida-Bands wie Mécano (hijo de la luna ...) geben Konzerte.

Tod Enrique Tierno Galván 1986 - Enrique Tierno Galván war erst 3 Jahre zuvor 1983 wiederholt zum Bürgermeister von Madrid gewählt worden. Mit seinem Tod und der Abwahl der Sozialisten endet die wilde Freiheit.

Ende der Ära der Sozialisten 1991 - Damit wird auch das Ende der Movida eingeläutet. 'Madrid ha muerto'. Der Roman von Luís Antoni de Villena zeigt die enttäuschten Hoffnungen, verlorene Ideale und Desillusionierungen. Geblieben ist die Musik von Bands wie Alaska, Mecano, Radio Futura, La Unión, Alaska ... und die Filme von Pedro Almodóvar.

Die Movida war ein Ventil. Ein Zeichen gegen die verkrustete Gesellschaft. Sie sollte zeigen, dass die alten politischen Gesellschaftsformen nicht mehr akzeptiert werden.

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