Militärrevolten in Spanien ab 1814 Geschichte Spanien

Die Militärrevolten (pronunciamientos) führten in Spanien des 19. und 20. Jhd. zu zahlreichen Regierungsumbildungen. Der Begriff kommt vom pronunciar (= aussprechen)

Militärrevolten in Spanien
Militärrevolten in Spanien.
© Hans Diego Rose

Militärrevolten in Spanien ab 1814

Die Militärrevolten (pronunciamientos) führten in Spanien des 19. und 20. Jhd. zu zahlreichen Regierungsumbildungen. Der Begriff kommt vom pronunciar (= aussprechen). Ein pronunciamiento bedeutete daher zuerst eine Verlautbarung oder Verkündigung. Sie wurde zum Instrument des Militärs, um durch eine Militärrevolte (rebelión militar) oder Aufstand (levantamiento), in die Politik einzugreifen. Ab 1814 wurden diese pronunciamientos als Militärrevolte oder Putsch genutzt, um die jeweils amtierende Regierung zu stürzen. Die Vorgehensweisen bei einem pronunciamiento ähnelten sich. Ein militärischer Führer sprach einen Missstand in einem Manifest vor der Truppe an. Die den Führer folgende Truppen marschierte Richtung Madrid. Weitere Truppenteile und Teile der Zivilbevölkerung folgten den Aufruf. Zumeist gab ab diesem Punkt die jeweilige Regierung auf um weitere Unruhen oder einen Bürgerkrieg zu verhindern. Scheiterte ein pronciamiento, mussten deren Anführer zumeist über die Grenze in das Ausland fliehen. Ein Beispiel ist der pronunciamiento von Oberst Rafael del Riego (1820). Hier konnte Ferdinand VII. nicht anders als den Eid auf die Verfassung von 1812 abzulegen und die Cortes () wieder einzusetzen.



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