Motín de Esquilache Geschichte Spanien 1766

Der Motín de Esquilache war eine Reaktion gegen die Reform des italienischen Ministers Karls III. Marquis von Squilache (sp. Esquilache) im Jahr 1766

König Karl III. (Carlos III.) mit 'Tio Pepe' Hut
König Karl III. (Carlos III.) mit 'Tio Pepe' Hut.
© Hans Diego Rose

Motín de Esquilache

Der Motín de Esquilache war eine Reaktion gegen die Reform des italienischen Ministers Karls III. Marquis von Squilache (sp. Esquilache) im Jahr 1766. Den Spaniern sollten ihre Hieb- und Stichwaffen und auf das Tragen ihres traditionellen Capa (capa larga) sowie eines breitkrempigen Schlapphutes (sombrero redondo) verboten werden. Als Begründung für das Waffen- und 'Vermummungsverbot' wurde die hohe Kriminalitätsrate in den Städten angeführt. Dazu kamen weitere unbeliebte Reformen, wie zum Beispiel die Erhöhung der Preise für Grundnahrungsmittel. Die neue Kleidernorm war französisch orientiert und schon aus diesem Grund den Spaniern ein Dorn im Auge. Der Aufstand begann in Madrid und breitete sich bald im ganzen Land gegen die 'arroganten' Franzosen aus. Der Aufstand konnte nicht durch die Truppen niedergeschlagen werden. Erst den staatskritischen Jesuiten gelang es die Wut des Volkes zu besänftigen und die größte Revolte in Spanien zu beenden. Eine Demütigung die König Karl III. den Jesuiten übelnahm und da er den Jesuiten die Schuld an den Aufstand in die Schuhe schob, wurden diese, 1767 auf Befehl des Königs, aus Spanien und Hispanoamerika vertrieben. Die modernen und durchaus sinnvollen Reformen wurden dennoch zurückgenommen.



Privat- und Individualreisen

In eigener Sache
Architektur, Geschichte, Kultur und Kunst



Motín de Esquilache, Spanien, Madrid, Kriminalitätsrate, Vermummungsverbot, Preise, Grundnahrungsmittel, Jesuiten, Reformen

Mehr zum Thema:



Nach oben

Autor / Publikation

Veröffentlicht:
Aktualisiert:

Schließen