Protestantismus in Spanien Geschichte Spanien 16. Jahrhundert

Die römisch-katholische Kirche und das spanische Königshaus sahen in der Reformation und dem Lutheranertum die religiöse Einheit des Abendlandes in Gefahr. Ab etwa 1518 verfolgte die Inquisition die - angeblich - häretischen Protestanten

Protestantismus in Spanien
Protestantismus in Spanien.
© Hans Diego Rose

Protestantismus in Spanien

Die 95 Thesen des Reformators Martin Luther (*1483; †1546) und die Ideen des Gelehrten Erasmus von Rotterdam (*1466; †1536), hatten sich im 16. Jahrhundert auch in Spanien ausgebreitet. Mit dem Buchdruck wurden diese neuen Gedanken unter Gebildeten, Adligen und geistlichen Stand verbreitet. Die Protestanten lehrten ihre Thesen mit Vorsicht. Nicht die Konfrontation mit der mächtigen spanisch-römisch-katholischen Kirche war das Ziel. Die neue Bewegung suchte die Reformationsschriften als eine innere Philosophie der Befreiung, abseits verstaubter, katholischer Riten darzustellen. Als jedoch die Krone und die römisch-katholische Kirche die religiöse Einheit Spaniens in Gefahr sahen, war es mit der religiösen Toleranz schlagartig vorbei. Wer als Lutheraner (Reformator) nicht nach Deutschland oder in die Schweiz fliehen konnte, musste ab 1518, um sein Leben fürchten. Die spanische Inquisition war unerbittlich und der Protestantismus nach wenigen Jahren 'ausgerottet'. Die Suche nach neuen spirituellen Erfahrungen ging jedoch weiter und führte in Spanien zur - papsttreuen Gegenreformation - der Liebesmystik. Mehr unter:



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