Spanischer Bürgerkrieg Geschichte Spanien 1936 - 1939

Spanischer Bürgerkrieg zwischen General Francisco Franco und der Zweiten Spanischen Republik. Der Sieg des Generals war zugleich der Beginn der Diktatur unter Francisco Franco. Das Psychotrauma manifestiert sich in der separatistischen Bewegung unter Carles Puigdemont in Katalonien

Spanischer Bürgerkrieg (Symbolfoto)
Spanischer Bürgerkrieg (Symbolfoto).
© Hans Diego Rose

Auslöser des Spanischen Bürgerkrieges

Auch wenn der Spanische Bürgerkrieg in erster Linie mit dem Namen in Verbindung gebracht wird, waren es drei Offiziere, die den Militärputsch auslösten, der am 17. Juli 1936 zum Spanischen Bürgerkrieg führen sollte. José Sanjurjo y Sacanell sollte als erster zum Staatschef („Caudillo“) der von den Faschisten zum Teil eroberten Gebiete ernannt werden. Nach seinem Tod folgte Emilio Mola. Aber auch er verstarb wie José Sanjurjo y Sacanell bei einem Flugzeugabsturz. Es blieb somit als letzter der drei Putsch-Offiziere der General und spätere Diktator Francisco Franco. Gerüchte legen nahe, General Franco hätte seine beiden Mitstreiter ausgeschaltet. Beweise existieren jedoch nicht.



Spanischer Bürgerkrieg

1939 gelang es den Nationalisten Madrid einzunehmen. Es war das faktische Ende der Zweiten Spanischen Republik und der Beginn der Diktatur unter General Franco von 1939 bis 1975. Die drei Jahre Bürgerkrieg zwischen Juli 1936 und März 1939 hinterließen ein geteiltes Spanien. Den triumphierenden Siegern standen die gedemütigten Besiegten gegenüber.

Putsch in Afrika - Begonnen hatte der Putsch einen Tag zuvor in Afrika. Am 17. Juli 1936 erhob sich das Militär in den Garnisonen in Ceuta, Melilla und Tetuán gegen die Republik. Schon am nächsten Tag flog der Kommandant der Kanarischen Inseln, General Francisco Franco, von Palma nach Tetuán. Dort angekommen stellte er sich mit einer Radioansprache an die Spitze des Putsches. Es war der Beginn des Bürgerkrieges in Spanien. Speerspitze der Putschisten waren die 'Novios de la muerte'. Die nach einem Kampflied benannte spanische Legion, etwa 30.000 Mann, waren in Afrika stationiert und sahen sich mit ihren Schlachtruf 'Viva la muerte!' als die Elite der spanischen Armee und als letzte Verteidiger des untergegangenen spanischen Imperiums. Einer ihrer Generäle war der oben genannte 43-jährige Francisco Franco. Schon am Abend des 17. Juli 1936 war Spanisch-Marokko unter der Kontrolle des Generals und späteren Diktators.

Rebellion der Streitkräfte in Spanien - Die Regierung in Madrid war von der Entwicklung überfordert und versuchte den Konflikt zu bagatellisieren. Aber schon am 18. Juli 1936 rebellierten auf dem Festland ein großer Teil der Streitkräfte Spaniens. Die Regierung Spaniens leitete die Mobilmachung erst spät ein. Trotz dieser späten Reaktion gelang es General Franco jedoch nur in Nord- und Westspanien Fuß zu fassen. Das Problem des Generals war die spanische Kriegsmarine, die den General nicht unterstützte.

Hilfe aus Deutschland - General Franco konnte erst mit der Hilfe deutscher Flugzeuge in den Tagen von 20. bis 30. Juli 1936 seine Afrika-Truppen mittels einer Luftbrücke auf das Festland übersetzen lassen. Damit wandelte sich der Spanische Bürgerkrieg zu einem internationalen Krieg. Die faschistischen Staaten Deutschland und Italien standen sich der jungen kommunistischen Sowjetunion gegenüber. Es war ein militärischer und ideologischer Kampf der Faschisten gegen die Kommunisten. Die USA beobachtete den Konflikt.

Niederlage der Kommunisten - In erster Linie führten die Uneinigkeit und der erbitterte Streit zwischen Kommunisten, Anarchisten, Sozialisten, Linksliberale, baskische und katalanische Nationalisten zum Sieg des General Francisco Franco. Barcelona fiel gegen Ende des Krieges am 26. Januar 1939 in die Hände der Truppen Francos. Drei Monate später gelang es den nationalistischen Verbänden Madrid einzunehmen. Einen Tag später ergab sich als letzte große Stadt Valencia den Faschisten. Am 1. April 1939 verkündet General Francisco Franco das Kriegsende.

Folgen - Die Zerstörung der baskischen Stadt durch die Legion Condor und das von Pablo Picasso geschaffene Werk Guernica stehen für die Gräuel des Krieges. Die Ermordung García Lorca am 18 August 1936 für die sinnlose Grausamkeit. Die Diktatur herrschte 40 Jahre und endete mit dem Tod des Diktators (Caudillo oder Generalísimo) Francisco Franco (Francisco Paulino Hermenegildo Teódulo Franco y Bahamonde Salgado Pardo) am 20. November 1975. Der Bürgerkrieg wurde zum nationalen Trauma. Den 'Pakt des Schweigens' zu brechen gelang in Spanien erst im Jahr 2007. Die Aufarbeitung der Franco-Diktatur und der Verbrechen im Spanischen Bürgerkrieg kommt für die Bürgerkriegsgeneration jedoch zu spät. Die meisten sind mittlerweile gestorben. Aber hat Spanien aus dem Bürgerkrieg gelernt? 2017 ist Spanien - eigentlich ist es Katalonien - in einer gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Krise, weil sich die separatistischen Unterstützer des Carles Puigdemont i Casamajó, nicht an die friedlichen Ideale und Werte eines gemeinsamen Zusammenlebens erinnern. Stattdessen wird (wieder) auf das Trennende verwiesen.

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