Zensuswahlrecht in Spanien Geschichte der Demokratie

Das Zensuswahlrecht war ein Wahlrecht mit einem für die Bürger ungleichen Wahlrecht. Wählen gehen durften nur Reiche und Gebildete - die traditionelle Elite. Auch in Deutschland gab es die Einteilung in Zensusklassen

Zensuswahlrecht in Spanien
Zensuswahlrecht in Spanien .
© Hans Diego Rose

Zensuswahlrecht in Spanien

Das Zensuswahlrecht war ein Wahlrecht mit einem für die Bürger ungleichen Wahlrecht. Wählen gehen durften nur Reiche und Gebildete - die traditionelle Elite. Auch in Deutschland gab es die Einteilung in Zensusklassen. Das Zensuswahlrecht war eine Zwischenlösung und mit dem Männerwahlrecht vergleichbar. Ziel war die ungebildete Masse - worunter allgemein auch Frauen verstanden wurden - von der Wahl auszuschließen. Letztendlich wurde mit dem Zensuswahlrecht jedoch nur die Macht der besitzenden Klasse - der traditionellen Eliten - gestärkt. Bis in das 19. / 20. Jahrhundert war das Zensuswahlrecht in einigen Staaten durchaus üblich. Sie war eine Zwischenlösung, die nach dem Ende der Monarchie, der Restauration der Bourbonen (1874) und dem Beginn der Republik - die in Spanien übrigens aus Mangel an Alternativen eingeführt wurde und per Dekret in die Diktatur führte (1895), geschaffen wurde.

Mit der Industrialisierung und den Beginn der radikalen Arbeiterbewegungen (1868) wurde das Zensuswahlrecht in ganz Spanien durch das allgemeine Männerwahlrecht (1890) abgelöst. In Deutschland (Preußen) existierte in der Zeit das Dreiklassenwahlrecht. Auch hier hatte die Stimme der Eliten mehr Gewicht und sicherte ihre Machtposition.



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