Ausgabe vom Mai 2024
Motiv & Technik » 120er Film Mittelformat
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Kurze Zusammenfassung
Der 120er Rollfilm bietet deutlich größere Negative als 35 mm-Film, was feinere Details, höhere Bildqualität und mehr gestalterische Möglichkeiten erlaubt. Unterschiedliche Bildformate erfordern passende Mittelformatkameras.
120er Film: Flexibilität und Qualität im Mittelformat
Neben dem klassischen 35 mm Kleinbildfilm spielte der 120er Film eine entscheidende Rolle in der Mittelformatfotografie. Während 35 mm-Film klein, handlich und für schnelle Aufnahmen geeignet war, erlaubte der 120er Film deutlich größere Negative. Dies führte zu höherer Bildqualität, feineren Details und größeren kreativen Gestaltungsspielräumen.
Der 120er Film ist ein Rollfilm mit einer Breite von rund 61 mm. Die nutzbare Bildfläche hängt vom Kamerasystem ab: gebräuchlich sind Formate wie 6×4,5 cm (645), 6×6 cm, 6×7 cm oder 6×9 cm. Diese Flexibilität machte den 120er Film sowohl für professionelle Studioarbeiten als auch für hochwertige Landschafts- und Porträtfotografie attraktiv.
Hinweis: Der Film selbst ist immer ca. 61 mm breit. Welche Bildgröße belichtet wird, hängt von der verwendeten Mittelformatkamera ab. Wer ein bestimmtes Format nutzen wollte, benötigte also die passende Kamera.
Eigene Praxis
In meiner Arbeit wählte ich den 120er Film gezielt, wenn es auf Detailreichtum und Qualität ankommt, etwa bei Landschaften oder Studioaufnahmen. Je nach Motiv und gewünschtem Bildausschnitt entscheide ich mich für 6×6 cm oder 6×7 cm, um Komposition und Bildwirkung optimal zu gestalten. Die größere Negativebene ermöglicht auch feinere Tonabstufungen und eine plastischere Darstellung – ein Vorteil, den man besonders bei Mittelformataufnahmen spürt. Inzwischen bin ich jedoch zur Digitalfotografie gewechselt.
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Veröffentlicht: 20.09.2025
Aktualisiert:
