Ausgabe vom Dezember 2023
Motiv & Technik » Formale Komposition
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Die formale Komposition beschreibt den gezielten Aufbau eines Bildes und ist ein zentrales Gestaltungsmittel der Fotografie. Linien, Flächen, Farben und Texturen werden bewusst angeordnet, um Ordnung zu schaffen und den Blick durch das Bild zu führen. Eine klare Struktur unterstützt die Aussage der Aufnahme und verstärkt ihre Wirkung.
Horizontale Linien vermitteln Ruhe, während Diagonalen Bewegung erzeugen. Symmetrische Kompositionen wirken ausgewogen, Asymmetrien dagegen lebendiger und spannungsreich. Zentral platzierte Motive oder klassische Gestaltungsraster wie die Drittelregel oder der Goldene Schnitt helfen, Schwerpunkte präzise zu setzen. Auch Farb- und Tonwertkontraste, Wiederholungen und Strukturen beeinflussen die Wahrnehmung eines Motivs und machen Bilder klarer und ausdrucksstärker.
Eigene Praxis
In meinen Arbeiten nutze ich formale Komposition bewusst, um Motive zu ordnen und die visuelle Wirkung zu präzisieren. Linien und Flächen dienen mir als Gerüst, das den Aufbau stabilisiert, während Kontraste und Proportionen die Bildaussage verstärken. Durch diesen strukturierten Ansatz entsteht eine klare, ruhige Formsprache, die Motive reduziert, aber gleichzeitig auf den Punkt bringt.
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Veröffentlicht: 13.09.2025
Aktualisiert:
