Probleme durch Lichtverschmutzung Wenn die Nacht ihre Dunkelheit verliert

Für Fotografen wird es schwieriger, den Nachthimmel zu fotografieren. Kunstlicht überstrahlt Sterne und die Milchstraße

Die Milchstraße – für viele nicht mehr sichtbar
Die Milchstraße – für viele nicht mehr sichtbar.

Ausgabe vom November 2024

» Probleme durch Lichtverschmutzung

By: Hans Diego Rose

Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.


Lichtverschmutzung und Störungen am Nachthimmel

Für Fotografen und Himmelsbeobachter wird es zunehmend schwerer, den Nachthimmel klar einzufangen. Ursache ist die wachsende und weit verbreitete künstliche Beleuchtung: Straßenlaternen strahlen oft ungehindert in den Himmel, großflächige Werbetafeln, beleuchtete Schaufenster, Industrie- oder Sportanlagen sowie Sicherheitsbeleuchtung hellen ganze Areale auf. Selbst private Garten- oder Fassadenbeleuchtung wirkt störend, auch wenn sie selten gezielt nach unten gerichtet ist.

Eine zusätzliche Störquelle kommt von oben: Satelliten und Weltraumschrott reflektieren Sonnenlicht und ziehen bei Langzeitaufnahmen störende Spuren durch das Bild.

Eigene Praxis

Bei Nachtaufnahmen wähle ich gezielt abgelegene, dunkle Orte fernab von Städten und Industrie, um Lichtverschmutzung zu minimieren. Lange Belichtungen kombiniere ich mit kurzen Intervallen, um Satellitenspuren zu reduzieren oder später in der Nachbearbeitung zu entfernen. Hochlichtstarke Objektive und sorgfältig gewählte Blenden helfen, maximale Detailtiefe einzufangen, während Streulicht möglichst gering bleibt.

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