Ausgabe vom Juni 2024
Motiv & Technik » Farbraum verstehen
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Kurze Zusammenfassung
Bei JPEG wird der Farbraum in der Kamera festgelegt, meist sRGB für Web oder AdobeRGB für Druck. RAW-Dateien bieten maximale Flexibilität, da der Farbraum erst bei der Bearbeitung bestimmt wird.
Farbraum bewusst wählen
Der Farbraum beeinflusst, welche Farben ein Bild tatsächlich darstellen kann. RGB ist das zugrundeliegende Farbmodell, das Farben aus Rot, Grün und Blau zusammensetzt. Farbräume legen jedoch fest, welche Farbwerte innerhalb dieses Modells genutzt werden können.
Typische Farbräume sind:
• sRGB – Standard für Web und Alltag, zuverlässig auf allen Bildschirmen
• AdobeRGB – Breiterer Farbumfang für Druck
• PhotoRGB – Sehr großer Farbraum für High-End-Bearbeitung
JPEG-Dateien nutzen den in der Kamera festgelegten Farbraum, meist sRGB. RAW-Dateien speichern dagegen unkomprimierte Sensordaten, sodass der Farbraum erst bei der Bearbeitung gewählt wird. Das erlaubt maximale Flexibilität in der Farbkorrektur und Druckvorbereitung.
Eigene Praxis
In meiner Fotografie wähle ich JPEG mit sRGB, wenn die Bilder direkt für Web oder Social Media gedacht sind. Für Druckprojekte oder umfangreiche Bearbeitung setze ich auf RAW, um den Farbraum nachträglich optimal anzupassen und den maximalen Dynamikumfang zu nutzen. So behalte ich volle Kontrolle über Farbtreue, Tonwert und Bildwirkung – unabhängig von der Kameraeinstellung.
» Kontakt
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Telefon: +49 (0)761 73114
Veröffentlicht: 22.09.2025
Aktualisiert:
