Ausgabe vom Januar 2024
Motiv & Technik » Fotopraxis Portraitlicht
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Ein Portrait gewinnt deutlich, wenn der Hintergrund farblich ruhig bleibt und die Person klar im Vordergrund steht. Ein leicht unscharfer Hintergrund lenkt den Blick direkt auf das Gesicht, ohne störende Elemente. Besonders in den frühen Morgenstunden oder am Abend entsteht ein weiches Licht, das Hauttöne angenehmer wirken lässt und feine Reflexe in den Augen hervorhebt. Mit einfachen Mitteln wie Gardinen, Abschattern oder Reflektoren lassen sich harte Schatten zusätzlich abmildern.
Auch die Körpersprache spielt eine zentrale Rolle. Spontane Posen, kleine Bewegungen und natürliche Gesten verleihen dem Bild Authentizität. Eine klare Blickführung unterstützt die Wirkung, während Perspektive und Blende bestimmen, wie intensiv die Schärfe den Ausdruck betont. Eine ruhige Kommunikation und kurze, präzise Hinweise erleichtern es dem Modell, sich zu entspannen. Kleidung in abgestimmten Farben trägt dazu bei, das Gesamtbild harmonisch zu gestalten.
Eigene Praxis
Aus der Praxis zeigt sich, dass Ruhe am Set entscheidend ist. Modelle reagieren sensibel auf Atmosphäre und Kommunikation; klare, kurze Hinweise funktionieren deutlich besser als ausführliche Erklärungen. Licht nutze ich bevorzugt natürlich, ergänzt durch einfache Hilfsmittel wie Reflektoren oder Stoffe, um Kontraste zu formen. Die Körpersprache entsteht meist aus kleinen Bewegungen heraus – ein kurzer Schritt zur Seite, ein leichtes Neigen des Kopfes, ein spontaner Blick. Diese Momente liefern oft die überzeugendsten Portraits.
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Veröffentlicht: 24.09.2025
Aktualisiert:
