Ausgabe vom Februar 2024
Reise-Blog » Frankfurt im Herbst
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Abfahrt und Ankunft
Abfahrt in Freiburg um 6.50 Uhr, Ankunft in Frankfurt mit leichter Verspätung. Die Stadt empfängt uns kühl, grau und neblig – ein Herbsttag, der beinahe wie ein Wintermorgen wirkt. Das gedämpfte Licht und die fehlenden Farben setzen einen nüchternen Ton, dennoch eignet sich die ruhige Stimmung vor dem Bahnhof gut für erste Aufnahmen.
Erste Eindrücke und Straßenszenen
Wir gehen die Kaiserstraße entlang, vorbei an neu eröffneten Cafés und Restaurants. Erste Aufnahmen entstehen an den Hochhäusern, besonders an der Gallusanlage, wo sich ein klarer Blick auf die Skyline öffnet. Das diffuse Licht nutzen wir gezielt: Filmsimulationen und Filmrezepte betonen die Zurückhaltung des Tages. Mit Blenden zwischen f/4 und f/8 gestalten wir die Tiefe der Straßenzüge, kurze Belichtungszeiten halten Bewegungen fest. Auch an einem farblosen Tag lässt sich Fotografie präzise vermitteln.
Frühstück an der Alten Oper
Wir frühstücken unweit der Alten Oper. Ein ruhiger Moment, guter Kaffee, ein klarer Übergang in die nächste Etappe. Hier entstehen Detailaufnahmen mit offener Blende sowie Architekturaufnahmen mit abgeblendetem Objektiv, um Linien zu definieren. Die gewählten Filmprofile greifen die unaufgeregte Lichtstimmung auf.
Markt- und Mainuferaufnahmen
Die Kleinmarkthalle zeigt einen deutlichen Wechsel: dichter Betrieb, engere Räume, markante Gesichter. Höhere ISO-Werte und offenere Blenden helfen, die Dynamik einzufangen. Am Mainufer entstehen ruhigere Motive – mit abgeblendeter Blende und leichter Belichtungskorrektur. Am Eisernen Steg, einem weiteren Wahrzeichen der Stadt, wechseln wir die Flussseite und gehen Richtung Städel, die eindrucksvolle Skyline stets im Blick.
Städel Museum und Ausstellungen
Im Städel Museum wird sichtbar, wie Malerei und Fotografie in Lichtführung, Farbräumen und Komposition zusammenwirken. Die Ausstellungen liefern klare Impulse für eigene Bildideen. Auch die kleineren Fotoausstellungen erweitern den Blick: Stadtmotive, Subkultur, Porträt, historische Ansätze. Weitere Informationen zum Museum finden Sie am Ende des Textes.
Nachtaufnahmen auf dem Heimweg
Gegen 17.30 Uhr verlassen wir das Städel Museum. Die Dunkelheit liegt bereits über der Stadt. Für die Nachtaufnahmen arbeiten wir mit offeneren Blenden, längeren Belichtungszeiten und angepassten ISO-Werten. Die Lichter der Stadt zeichnen Linien und Reflexe, die über Filmsimulationen gesteuert werden können. Auf dem Weg zum Bahnhof finden wir weitere Motive, bevor wir um 18.50 Uhr den Schnellzug nach Freiburg nehmen.
Hinweis zum Eingangsfoto
Das Eingangsfoto entstand am Mainufer und fängt die Lichtstimmung dieses grauen Herbsttages ein – ein realistischer Blick auf die Stadt, fernab der üblichen touristischen Idealbedingungen. Die Aufnahme wurde bewusst gewählt, da sie den Charakter des Tages präzise wiedergibt. Sie zeigt zugleich, dass Fotokurse weitgehend wetterunabhängig stattfinden und schlechtes Wetter die Stimmung nicht trüben muss.
Kontakt & Adresse
Städel Museum Frankfurt
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 605098200
Zur Website
staedelmuseum.de ↗
Hummelstr. 16, 79100 Freiburg, Deutschland
Telefon: +49 (0)761 73114
Veröffentlicht: 14.11.2025
Aktualisiert:
