Ausgabe vom Dezember 2022
Motiv & Technik » Mehrfachbelichtung in der Fotografie
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Viele Kameras bieten eine integrierte Mehrfachbelichtungsfunktion, bei der Anzahl der Aufnahmen, Überblendmodus und Reihenfolge direkt festgelegt werden können. Alternativ lassen sich die Aufnahmen in der Nachbearbeitung über mehrere Ebenen mit reduzierter Deckkraft kombinieren – präziser, aber konzeptabhängig. Für konsistente Ergebnisse empfiehlt sich manuelle Belichtung: Helle Bereiche addieren sich schnell, daher leicht unterbelichten. Ein Stativ sichert deckungsgleiche Bildteile, gezielte Verschiebungen erzeugen kontrollierte Überlagerungen. Mehrfachbelichtung eignet sich für konzeptionelle und experimentelle Arbeiten; im Fokus steht die Beziehung zwischen den Bildern, nicht das Einzelmotiv.
Für die Mehrfachbelichtung eignen sich die Modi P, S/Tv, A oder M. Soll die Blende über alle Aufnahmen konstant bleiben, empfiehlt sich die Blendenvorwahl A.
Eigene Praxis
Ich kombiniere reduzierte Porträts mit grafischen Strukturen oder Architektur. Grundlage sind zwei bis drei sauber belichtete, leicht unterbelichtete Aufnahmen. Das Stativ sichert Kontrolle, die Auswahl der Ebenen sorgt für Klarheit im Bildaufbau.
Hinweis
Der Orton-Effekt ist eine spezielle Form der Mehrfachbelichtung. Durch die Kombination eines scharfen und eines unscharfen, leicht überbelichteten Bildes entsteht ein weicher, leuchtender Look, häufig eingesetzt in der Landschafts- und Fine-Art-Fotografie.
» Kontakt
Hummelstr. 16, 79100 Freiburg, Deutschland
Telefon: +49 (0)761 73114
Veröffentlicht: 10.12.2022
Aktualisiert:
