Ausgabe vom März 2024
Motiv & Technik » Schärfentiefe verstehen
By: Hans Diego Rose
Beitrag enthält eigene Projekte oder
Empfehlungen; keine bezahlte Kooperation.
Kurze Zusammenfassung:
Schärfentiefe hängt von Blende (f-Zahl), Brennweite, Sensorgröße, Abstand zum Motiv und Schärfepunkt ab. Wer diese Faktoren bewusst steuert, kann gezielt bestimmen, welche Bildbereiche klar oder sanft unscharf wirken.
Schärfentiefe gezielt einsetzen
Die Schärfentiefe wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Eine offene Blende mit kleiner Blendenzahl verringert sie, während eine geschlossene Blende mit großer Zahl den scharfen Bereich vergrößert. Längere Brennweiten reduzieren die Schärfentiefe, kürzere Brennweiten erhöhen sie. Auch die Sensorgröße spielt eine Rolle: Große Sensoren liefern bei gleichen Einstellungen weniger, kleine Sensoren mehr Schärfentiefe. Der Abstand zum Motiv wirkt ebenfalls – je näher man herangeht, desto kleiner wird die scharf abgebildete Zone. Schließlich bestimmt die Platzierung des Schärfepunkts, welcher Bereich im Bild tatsächlich scharf erscheint.
Eigene Praxis
Ich setze die Schärfentiefe gezielt ein, um den Blick auf das Motiv zu lenken. Bei Portraits wähle ich oft eine offene Blende für einen sanft unscharfen Hintergrund, bei Landschaften kleinere Blendenzahlen für durchgehend scharfe Details. Brennweite, Abstand und Schärfepunkt nutze ich bewusst, um Bildwirkung und Dynamik zu steuern.
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Veröffentlicht: 24.09.2025
Aktualisiert:
